Ein kleines Geschäft in der Salzburger Altstadt lebt von Touristen genauso wie von Einheimischen, zwei Kundengruppen mit völlig unterschiedlichen Erwartungen an Beratung und Öffnungszeiten. In Österreich muss ein Einzelhändler oft beide gleichzeitig bedienen, ohne die eine Gruppe über die andere zu vernachlässigen.
Saisonale Schwankungen und ein umkämpfter Markt
Saisonale Schwankungen bei Lager und Umsatz treffen österreichische Geschäfte je nach Region unterschiedlich hart, von der Wintersaison in Tirol bis zur Sommersaison am Wörthersee. Gegen große Ketten und den Online-Handel zu bestehen, verlangt von kleineren Geschäften eine klare Position, meist über Beratung oder ein Sortiment, das online schwerer zu finden ist. Laufkundschaft aus der Umgebung bleibt die Basis, doch eine Stammkundschaft aufzubauen, die nicht nur wegen des Preises kommt, wird in einem Markt mit wachsendem Online-Handel immer wichtiger. Ein Ladenlokal, das seine Herkunft oder Handwerkskunst offen zeigt, spricht dabei gezielt Kundinnen an, die genau deshalb nicht online bestellen wollen.
Wie österreichische Kundinnen und Kunden einkaufen
Ein gepflegtes Schaufenster in der Innenstadt bleibt wichtig, gerade in touristisch geprägten Städten wie Salzburg oder Innsbruck, wird aber zunehmend durch eine vorherige Online-Recherche ergänzt. Ein Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten hilft Kundinnen und Kunden, die vor dem Besuch prüfen, ob ein Geschäft überhaupt geöffnet hat. Soziale Netzwerke mit Neuheiten und Aktionen erreichen zusätzlich eine jüngere Kundschaft, die sonst kaum von einem Geschäft erfährt.
Ein Geschäft in einer touristisch geprägten Straße muss seine Aktionen oft mehrsprachig gestalten und stärker auf Spontankäufe setzen, während ein Ladenlokal in einem Wohnviertel eher von wiederkehrenden Kundinnen lebt, die eine persönliche Ansprache schätzen. Wer beide Zielgruppen mit derselben Aktion erreichen will, verwässert meist die Wirkung für beide.
Verzeichnisse für Einzelhändler in Österreich
| Verzeichnis | Nutzen für ein Einzelhandelsgeschäft |
|---|---|
| Herold | Größtes österreichisches Verzeichnis für die lokale Geschäftssuche. |
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Öffnungszeiten und Standort direkt in der lokalen Suche. |
| WKO Firmen A-Z | Offizielles Verzeichnis der Wirtschaftskammer für zusätzliches Vertrauen. |
| FirmenABC | Firmenverzeichnis mit breiter Reichweite auch außerhalb Wiens. |
| wer liefert was (wlw.at) | Sinnvoll für Geschäfte, die auch an Firmenkunden verkaufen. |
Ein Geschäft in einer kleineren österreichischen Stadt tut gut daran, sein Sortiment enger an die lokale Nachfrage anzupassen, statt dasselbe Angebot wie eine Filiale in Wien zu führen. Kundinnen honorieren diese Anpassung oft mit mehr Loyalität, weil sie merken, dass das Geschäft auf ihren Ort und nicht auf ein anonymes Durchschnittspublikum zugeschnitten ist.
Was ein Monat kostet und wie ein Kauf entschieden wird
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für eine regelmäßige Vorgehensweise, Werkzeuge und gelegentliche lokale Werbung eingeschlossen. Der Kauf selbst ist meist spontan, die eigentliche Kundenbindung entsteht jedoch über wiederholte, positive Besuche, besonders bei einer Kundschaft, die einen Ort über Jahre besucht.
Eine Kundschaft aufbauen, die wiederkommt
Legen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil vollständig an, mit aktuellen Öffnungszeiten und Fotos des Schaufensters. Tragen Sie sich zusätzlich bei Herold und in der WKO Firmen A-Z ein, um auch Kundinnen zu erreichen, die dort statt bei Google suchen. Nutzen Sie soziale Netzwerke, um Neuheiten und Aktionen regelmäßig zu zeigen, statt sie nur zu besonderen Anlässen zu bespielen. Bauen Sie eine Stammkundschaft aktiv auf, etwa mit einem persönlichen Hinweis, wenn neue Ware eintrifft, die zu früheren Käufen passt. Beobachten Sie, ob Kundinnen eher über das Schaufenster, eine Online-Suche oder eine Empfehlung ins Geschäft finden. Prüfen Sie regelmäßig, welche Aktionen tatsächlich mehr Besuche bringen.
Rechtliche Vorgaben, häufige Fehler und was Kaptor übernimmt
Für Werbe-E-Mails an Firmenkunden, etwa für größere Bestellungen, gilt in Österreich ein Opt-in-Grundsatz mit einer vorherigen Zustimmung als Regel. Kennzeichnen Sie sich klar als Absender und bieten Sie eine einfache Abmeldung an. Ein häufiger Fehler ist ein Schaufenster, das über Wochen unverändert bleibt, während Laufkundschaft an einem frischer wirkenden Geschäft vorbeizieht. Ebenso häufig bleibt ein Google-Profil mit veralteten Öffnungszeiten stehen, was besonders in der Nebensaison Kundinnen vor verschlossener Tür stehen lässt. Kaptor hält Ihr Google-Profil und Ihre Verzeichniseinträge synchron und hilft Ihnen, Aktionen gezielt an die richtige Kundschaft zu bringen. Mehr zur Kundengewinnung im Einzelhandel im Hub für Einzelhandelsgeschäfte, zum Nachbarmarkt unter Einzelhandel in der Schweiz.