Ein Wirtshaus in Wien-Neubau ist am Donnerstagabend oft bis auf den letzten Platz besetzt, aber am Montagmittag sitzen dort höchstens zwei Tische. Diese ruhigen Mittage lassen sich füllen, wenn man aktiv auf Büros in der Umgebung zugeht, statt zu hoffen, dass sich die Laufkundschaft von selbst vermehrt.
Die Methode für einen volleren Mittagstisch
Bestimmen Sie zuerst, welche Firmen in Gehdistanz für einen festen Mittagstisch infrage kommen, oder welche Eventagenturen in Ihrer Stadt regelmäßig Catering für Firmenfeiern buchen. Stellen Sie dazu eine Liste mit dem Namen der Person zusammen, die tatsächlich über die Büroverpflegung entscheidet, nicht die allgemeine Info-Adresse der Firma. Formulieren Sie eine kurze Nachricht, die deren Bedarf beschreibt, etwa ein Fixpreis-Menü zur Mittagszeit, statt lange über Ihre Speisekarte zu berichten. Melden Sie sich zu einem passenden Zeitpunkt, etwa vor der Adventzeit, und haken Sie ein zweites Mal nach, denn die meisten Zusagen kommen erst nach einer Erinnerung. Notieren Sie, welche Ansprache in welchem Bezirk funktioniert, und passen Sie die nächste Runde entsprechend an, statt jedes Mal von vorne zu beginnen. Bauen Sie daraus einen festen Rhythmus, den Sie auch dann beibehalten, wenn der Betrieb gerade gut läuft.
Wer tatsächlich für volle Tische unter der Woche sorgt
Die Stammgäste aus der Nachbarschaft bleiben wichtig, doch Büros, die einen verlässlichen Mittagstisch suchen, und Veranstalter, die einen Caterer für ihre nächste Firmenfeier brauchen, sind es, die den Umsatz unter der Woche tatsächlich heben. Kundinnen und Kunden in Österreich suchen dabei häufig zuerst über Herold oder Google und achten stark auf Bewertungen, bevor sie sich für ein Lokal entscheiden. Eine persönliche Empfehlung von einem Nachbarbetrieb oder einem Hotel wiegt in diesem eng vernetzten Markt oft mehr als jede Anzeige. Wer auf eine kritische Bewertung freundlich und ohne Gegenangriff reagiert, verhindert, dass ein einzelner schlechter Eintrag potenzielle Firmenkunden abschreckt.
Wo Sie Ihr Lokal in Österreich sichtbar machen
| Wo eintragen | Wofür |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Sichtbarkeit auf Google Maps und in der lokalen Suche, mit Bewertungen. |
| Herold | Größtes österreichisches Verzeichnis für die lokale Firmensuche. |
| FirmenABC | Firmenverzeichnis mit mehreren hunderttausend gelisteten Unternehmen. |
| WKO Firmen A-Z | Offizielles Unternehmensverzeichnis der Wirtschaftskammer Österreich. |
| wer liefert was (wlw.at) | B2B-Plattform, auf der Firmen gezielt nach Caterern suchen. |
Budget und wie lange ein Abschluss dauert
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat, wenn Sie das Google-Profil pflegen, gegebenenfalls einen Verzeichniseintrag bezahlen und regelmäßig Zeit in Nachrichten und Nachfassen investieren. Ein Tisch für den Abend wird meist innerhalb weniger Minuten telefonisch reserviert, während ein Mittagstischvertrag mit einem Büro oder eine Catering-Zusage für eine Firmenfeier erst über mehrere Wochen entsteht, oft mit einer Kostprobe des Menüs vor der endgültigen Zusage.
Was rechtlich vor der ersten Nachricht gilt
In Österreich gilt für Werbe-E-Mails an Unternehmen ein klarer Opt-in-Grundsatz: Eine vorherige Zustimmung ist die Regel, unabhängig von der Größe des angeschriebenen Betriebs. Geben Sie sich als Absender eindeutig zu erkennen und bieten Sie in jeder Nachricht eine unkomplizierte Abmeldung an. Wählen Sie Ihre Empfänger nach einem klaren beruflichen Bezug aus, etwa die Person, die für die Büroverpflegung zuständig ist, statt breit gestreute Listen zu kaufen. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln.
Häufige Fehler bei der Ansprache von Firmenkunden
Viele Wirtinnen und Wirte schreiben zuerst über ihre Karte und die Atmosphäre des Lokals, statt über das, was die Firma tatsächlich braucht: einen festen Preis, ein passendes Zeitfenster, eine einfache Bestellung. Ebenso häufig ist es, die Ansprache nur in ruhigen Wochen zu starten und komplett fallen zu lassen, sobald der Betrieb wieder gut läuft. Ohne jede Nachfassaktion bleiben viele Chancen liegen, denn ein Mittagstischvertrag entsteht selten beim ersten Kontakt. Und dieselbe Nachricht an eine Anwaltskanzlei wie an eine Eventagentur zu schicken, ohne ein Wort zu ändern, bringt spürbar weniger Rückmeldungen.
Weniger abhängig von Reservierungsplattformen
Jede Reservierung, die über eine große Plattform hereinkommt, kostet eine Provision, die sich bei einem Betrieb mit knappen Margen deutlich bemerkbar macht. Ein Büro aus Innsbruck, das seinen Mittagstisch direkt bei Ihnen bucht, weil Sie es persönlich angeschrieben haben, bringt Ihnen den vollen Umsatz ohne Abzug und oft auch eine feste, wiederkehrende Buchung für die kommenden Monate. Je mehr solcher Direktkunden Sie über die Zeit aufbauen, desto weniger ist Ihr Betrieb vom Wohlwollen einzelner Plattformen und deren Gebührenmodell abhängig.
Was Kaptor übernimmt
Kaptor stellt Ihnen die Büros und Veranstalter Ihrer Stadt zusammen, die zu Ihrer Küche passen, mit echten Kontaktdaten, damit Sie aus Ihrem eigenen Postfach schreiben und jede Antwort zentral verfolgen. Entdecken Sie auch Neukundenakquise für Restaurants und wie das in der Schweiz funktioniert.