In Berlin füllt sich die Terrasse eines Nachbarschaftsrestaurants freitagabends von ganz allein, während dienstagsmittags gerade einmal drei Tische besetzt sind. Genau diese Lücke unter der Woche, dazu ruhigere Wochen außerhalb der Saison, ist der Umsatz, der Monat für Monat verloren geht. Wer aktiv auf Büros in der Nähe für den Mittagstisch und auf Veranstalter für Catering zugeht, statt nur auf die Stammkundschaft vom Wochenende zu warten, verändert diesen Rhythmus spürbar.
Wer Ihre Gäste unter der Woche wirklich sind
Anwohnerinnen und Anwohner aus der Nachbarschaft bleiben die verlässliche Basis, doch Firmen, die einen festen Anbieter für ihren Mittagstisch suchen, und Veranstalter, die einen zuverlässigen Caterer für ihre nächste Feier brauchen, füllen genau die Tische, die sonst leer bleiben. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen wiegt dabei viel, denn die meisten Kundinnen und Kunden in Deutschland vergleichen erst mehrere Anbieter und lesen Bewertungen gründlich, bevor sie überhaupt anrufen. Eine Absprache mit einem Hotel oder mit den Büros nebenan, damit Ihre Karte weiterempfohlen wird, bringt oft mehr feste Gäste als eine einzelne Social-Media-Aktion. Wer negative Bewertungen ruhig und sachlich beantwortet, statt zu diskutieren, verhindert, dass ein einzelner schlechter Kommentar neue Gäste abschreckt, die das Restaurant noch gar nicht kennen.
Wo Sie Ihr Restaurant in Deutschland eintragen
| Wo eintragen | Wofür |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Sichtbarkeit auf Google Maps und in der lokalen Suche, mit Bewertungen. |
| Das Örtliche | Eines der meistgenutzten deutschen Branchenverzeichnisse für die lokale Suche. |
| Gelbe Seiten | Traditionsreiches Branchenverzeichnis für ganz Deutschland. |
| 11880.com | Telefon- und Firmenverzeichnis, seit über zwanzig Jahren am Markt. |
| wer liefert was (wlw) | B2B-Plattform, auf der Einkäufer gezielt nach Caterern und Dienstleistern suchen. |
Die Methode, um den Kalender unter der Woche zu füllen
Legen Sie zuerst fest, wen Sie ansprechen: Büros im Umkreis von zehn Gehminuten für den Mittagstisch, oder Eventagenturen Ihrer Region für größere Feiern. Stellen Sie eine Liste dieser Unternehmen zusammen, mit dem Namen der Person, die tatsächlich über die Verpflegung des Teams entscheidet, nicht nur eine allgemeine Kontaktadresse. Schreiben Sie eine kurze Nachricht, die den Bedarf dieser Person in den Mittelpunkt stellt, etwa ein festes Mittagsmenü zu einem klaren Preis, statt lange von der Geschichte Ihres Restaurants zu erzählen. Kontaktieren Sie zu einem sinnvollen Zeitpunkt, etwa vor der Vorweihnachtszeit, und haken Sie ein- bis zweimal nach, denn viele Antworten kommen erst nach einer Erinnerung. Bereiten Sie erst nach einer konkreten Rückmeldung eine ausführliche Menü- oder Preisvorlage vor. Halten Sie fest, welche Firmen antworten und weshalb, um Ihre Liste jeden Monat gezielter zu machen, statt immer dieselbe Aussendung zu wiederholen.
Budget und Verkaufszyklus
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für eine regelmäßige Vorgehensweise: ein gepflegtes Google-Profil, eventuell ein kostenpflichtiger Verzeichniseintrag und die Zeit für Nachrichten und Nachverfolgung. Ein einzelner Tisch wird oft innerhalb von Minuten telefonisch oder über das Google-Profil gebucht, ein Mittagstischvertrag oder eine Catering-Zusage für ein Firmenevent entsteht dagegen über mehrere Wochen, meist mit einer Menüprobe, bevor überhaupt etwas unterschrieben wird.
Rechtliches, bevor Sie die erste Nachricht verschicken
In Deutschland verlangt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb für Werbe-E-Mails an Unternehmen grundsätzlich eine vorherige Einwilligung des Empfängers, ein bloßes berechtigtes Interesse reicht für den Versand selbst nicht aus. Kennzeichnen Sie Absender und Restaurant klar erkennbar und bieten Sie eine einfache Abmeldemöglichkeit an. Beschränken Sie sich auf Personen, deren berufliche Rolle einen klaren Bezug zur Verpflegung des Teams oder zur Organisation von Veranstaltungen hat, statt gekaufte Adresslisten zu verwenden. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln.
Fehler, die Tische kosten
Der häufigste Fehler ist eine Nachricht, die von der Karte und der Einrichtung des Lokals schwärmt, statt vom eigentlichen Bedarf der Firma zu sprechen: ein fester Preis pro Person, ein Zeitfenster, das zur Mittagspause passt. Ebenso teuer ist es, nur dann zu akquirieren, wenn der Saal leer ist, und die Ansprache komplett einzustellen, sobald wieder mehr los ist. Viele Restaurants fassen nach der ersten Nachricht auch gar nicht nach, obwohl gerade Mittagstisch- und Catering-Vereinbarungen häufig erst beim zweiten oder dritten Kontakt zustande kommen. Und wer einer Versicherungsagentur exakt dieselbe Nachricht schickt wie einer Eventagentur, ohne ein einziges Wort anzupassen, bekommt spürbar weniger Antworten.
Planbare Firmenkunden erleichtern die Personalplanung
Ein Küchenteam, das nie weiß, ob dienstags fünf oder fünfzehn Gäste kommen, lässt sich schwer verlässlich einteilen, und der Personalmangel in Küche und Service macht jede spontane Schwankung noch schmerzhafter. Feste Mittagstischkunden mit einem geregelten Rhythmus, etwa jeden Mittwoch dieselbe Gruppe aus einem Büro in München, geben Ihnen dagegen eine Grundlage, auf die Sie Dienstpläne und Wareneinkauf verlässlich stützen können. Das hilft auch dabei, steigende Wareneinsatzkosten aufzufangen, ohne die Preise für Ihre Stammgäste ständig anpassen zu müssen, weil ein planbarer Grundumsatz Schwankungen im Einkauf leichter abfedert.
Was Kaptor für Sie übernimmt
Kaptor stellt Ihnen die Büros und Veranstalter Ihrer Region zusammen, die zu Ihrer Karte passen, mit echten Kontaktdaten, damit Sie aus Ihrem eigenen Postfach schreiben und jede Antwort an einem Ort verfolgen, ohne einen Teil jedes Tisches an eine Reservierungsplattform abzugeben. Entdecken Sie auch Neukundenakquise für Restaurants und wie das in Österreich funktioniert.