Ein Fachgeschäft in Lausanne spürt die Konkurrenz von großen Einkaufszentren am Stadtrand und vom Online-Handel besonders deutlich in ruhigeren Monaten. Wer aktiv auf Firmen in der Umgebung zugeht, statt nur auf Laufkundschaft in der Altstadt zu setzen, gewinnt eine zusätzliche, planbarere Einnahmequelle.
Wer über die Laufkundschaft hinaus einkauft
Laufkundschaft aus der Umgebung bleibt die Basis, doch Stammkunden mit wiederkehrendem Bedarf und Kundschaft, die online recherchiert und dann lokal kauft, machen oft den Unterschied. Viele Kundinnen und Kunden prüfen ein Geschäft vorher über local.ch oder Google, denn Sorgfalt und Zuverlässigkeit wiegen in der Schweiz besonders schwer. In einem mehrsprachigen Markt wie der Romandie, der Deutschschweiz oder dem Tessin lohnt es sich, die Ansprache an die jeweilige Region anzupassen. Firmen in der Nähe, die regelmäßig Geschenke oder Ausstattung brauchen, sind eine Zielgruppe, die viele kleine Geschäfte übersehen.
Verzeichnisse für Ihr Geschäft in der Schweiz
| Wo eintragen | Wofür |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Sichtbarkeit auf Google Maps und in der lokalen Suche, mit Bewertungen. |
| local.ch | Meistgenutztes Schweizer Verzeichnis für lokale Unternehmen. |
| search.ch | Verzeichnis mit Firmen-, Telefon- und Adresssuche für die ganze Schweiz. |
| Moneyhouse | Handelsregister- und Firmendaten, viel konsultiert zur Glaubwürdigkeitsprüfung. |
| HELP.CH Firmenverzeichnis | Firmenverzeichnis mit Handelsregisterdaten und kostenlosem Basiseintrag. |
Die Methode für zusätzliche Firmenkunden
Legen Sie fest, welche Firmen in Ihrer Region zu Ihrem Sortiment passen, etwa Anwaltskanzleien oder Hotels, die regelmäßig Geschenke oder Deko brauchen. Sammeln Sie die Kontaktdaten der Person, die solche Einkäufe organisiert, statt eine allgemeine Adresse anzuschreiben. Schreiben Sie eine kurze Nachricht über den konkreten Anlass, etwa ein Jahresendgeschenk fürs Team, statt Ihr gesamtes Sortiment aufzulisten. Nehmen Sie rechtzeitig vor dem Anlass Kontakt auf und haken Sie einmal nach, denn viele Zusagen kommen erst nach einer Erinnerung. Halten Sie fest, welche Firmen antworten, um Ihre Liste im nächsten Jahr gezielter zu nutzen. Bauen Sie daraus einen wiederkehrenden Rhythmus zu den gleichen Anlässen im Jahresverlauf.
Budget und wie der Kauf entsteht
Rechnen Sie mit einigen hundert Franken im Monat für das Schaufenster, das Google-Profil und die Zeit für die Ansprache von Firmenkunden. Der Kauf selbst ist bei Laufkundschaft meist spontan, während eine Firmenbestellung über einige Tage bis Wochen Vorlauf entsteht und sich bei Zufriedenheit oft wiederholt.
Rechtliches vor der ersten Nachricht
In der Schweiz verlangt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige Zustimmung des Empfängers, auch im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen. Das revidierte Datenschutzgesetz regelt zusätzlich, wie Sie Kontaktdaten erheben und verwenden dürfen. Geben Sie sich klar als Absender zu erkennen und bieten Sie eine einfache Abmeldemöglichkeit an. Beschränken Sie Ihre Liste auf Kontakte mit klarem beruflichem Bezug. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln.
Fehler, die einem Geschäft Umsatz kosten
Ein häufiger Fehler ist es, Firmen mit dem kompletten Sortiment statt mit einem konkreten Anlass anzuschreiben. Ebenso teuer ist es, nur kurz vor der Festsaison zu prospektieren und den Rest des Jahres komplett darauf zu verzichten. Viele Geschäfte fassen nach der ersten Anfrage nicht mehr nach, obwohl die Bestellung oft erst nach einer Erinnerung kommt. Und dieselbe Nachricht unverändert an eine Kanzlei in der Romandie und an ein Büro in der Deutschschweiz zu schicken, senkt die Antwortquote spürbar.
Gegen den Einkaufstourismus über die Grenze bestehen
Viele Kundinnen und Kunden in Genf kaufen bestimmte Produkte bewusst im nahen Ausland ein, wo die Preise oft niedriger sind, was gerade Fachgeschäften in Grenznähe spürbar Umsatz kostet. Firmenkunden, die aus praktischen Gründen lokal bestellen, etwa weil eine Lieferung noch am selben Tag gebraucht wird, umgehen diese Preiskonkurrenz weitgehend. Ein Geschäft, das sich gezielt um solche Firmenaufträge bemüht, baut sich damit eine Einnahmequelle auf, die von der Verlockung günstigerer Preise jenseits der Grenze kaum betroffen ist.
Firmenkonten für wiederkehrende Bestellungen einrichten
Ein einfaches Firmenkonto, bei dem eine Bestellung direkt der jeweiligen Firma zugeordnet und am Jahresende gesammelt abgerechnet wird, senkt für einen Firmenkunden den administrativen Aufwand spürbar gegenüber einer Einzelrechnung pro Bestellung. Diese kleine organisatorische Erleichterung macht es für eine Assistentin oder einen Einkäufer deutlich einfacher, im nächsten Jahr wieder bei Ihnen statt bei einem neuen Anbieter zu bestellen. Ein Geschäft, das diesen Komfort von sich aus anbietet, sichert sich damit eine wiederkehrende Kundenbeziehung, ohne jedes Jahr neu verhandeln zu müssen.
Was Kaptor für Sie übernimmt
Kaptor stellt Ihnen Firmen Ihrer Umgebung mit echten Kontaktdaten zusammen, damit Sie aus Ihrem eigenen Postfach schreiben und jede Antwort an einem Ort verfolgen. Entdecken Sie auch Neukundenakquise für Einzelhandelsgeschäfte und wie das in Luxemburg funktioniert.