Ein Geschenkartikelladen in der Kölner Innenstadt lebt von spontaner Laufkundschaft, doch immer mehr dieser spontanen Besuche beginnen inzwischen mit einer Google-Suche nach "Geschenkeladen in der Nähe" direkt auf dem Smartphone, noch bevor der Laden überhaupt betreten wird. Für Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland entscheidet das Google-Unternehmensprofil damit zunehmend mit darüber, welche Fußgängerzone tatsächlich einen zusätzlichen Besuch bekommt, und ein Laden ohne aktuelle Angaben verliert diesen spontanen Besuch, ohne überhaupt zu bemerken, dass er ihn verpasst hat.
Ein bestehendes Profil finden und übernehmen
Viele Ladengeschäfte wurden automatisch bei Google Maps erfasst, oft mit einer veralteten Adresse aus einer Zeit vor einem Umzug innerhalb derselben Straße. Suchen Sie zuerst nach Ihrem Geschäft, bevor Sie ein neues Profil anlegen, und beanspruchen Sie den bestehenden Eintrag. Zwei parallele Profile verwirren Laufkundschaft, die auf der Karte plötzlich zwei unterschiedliche Standorte für dasselbe Geschäft sieht.
Die Kategorie, die Ihr Sortiment trifft
Wählen Sie eine Hauptkategorie, die Ihr Sortiment präzise beschreibt, etwa Bekleidungsgeschäft, Bioladen oder Buchhandlung, statt der allgemeinen Bezeichnung Einzelhandelsgeschäft. Ein Laden mit einem klaren thematischen Schwerpunkt, etwa nachhaltige Mode, sollte diesen Schwerpunkt auch in der Beschreibung erwähnen, denn genau danach suchen Kundinnen und Kunden gezielt.
Schaufenster und Neuheiten in Fotos zeigen
Laden Sie aktuelle Fotos von Schaufenster, Sortiment und besonderen Neuheiten hoch, denn ein Profil mit veralteten Bildern der Eröffnung vermittelt den Eindruck, das Geschäft habe sich seither nicht weiterentwickelt. Aktualisieren Sie Bilder regelmäßig, besonders bei saisonalen Kollektionen oder Aktionen, um Laufkundschaft einen aktuellen Grund für einen Besuch zu geben, denn ein Schaufenster, das online noch die Dekoration vom letzten Winter zeigt, wirkt schnell, als hätte sich im Laden seither nichts verändert.
Öffnungszeiten, gerade in der Fußgängerzone entscheidend
Eine Kundin, die gezielt für einen Einkauf in die Innenstadt fährt, verlässt sich vollständig auf die im Profil angegebene Öffnungszeit, denn ein vergeblicher Weg wiegt bei einem geplanten Ausflug schwerer als bei einem spontanen Vorbeigehen.
Pflegen Sie Öffnungszeiten sorgfältig, inklusive verlängerter Zeiten vor Feiertagen oder verkürzter Zeiten in ruhigeren Monaten. Ein Geschäft, das laut Profil geöffnet hat, tatsächlich aber schon geschlossen ist, verliert eine Kundin, die gezielt für diesen Besuch den Umweg in die Innenstadt gemacht hat.
Bewertungen als Ergänzung zum spontanen Kauf
Bitten Sie Stammkundinnen und -kunden aktiv um eine Bewertung, denn auch wenn der Kauf selbst meist spontan erfolgt, entsteht die Entscheidung für einen bestimmten Laden oft aus vorherigen positiven Bewertungen. Antworten Sie zeitnah auf jede Rückmeldung, auch auf eine kritische zu einem Produkt oder einer Beratungssituation.
Nachrichten zu Produktverfügbarkeit beantworten
Kundinnen und Kunden fragen zunehmend über die Nachrichtenfunktion an, ob ein bestimmtes Produkt vorrätig ist, bevor sie den Weg in die Innenstadt auf sich nehmen. Eine schnelle, konkrete Antwort führt oft direkt zu einem Besuch, während eine unbeantwortete Nachricht die Kundin zu einem Online-Händler abwandern lässt.
Beiträge nutzen, um Aktionen anzukündigen
Nutzen Sie die Beitragsfunktion, um eine befristete Aktion, eine neue Kollektion oder eine besondere Öffnungszeit rund um einen verkaufsoffenen Sonntag zu zeigen. Ein Geschäft, das regelmäßig solche Beiträge veröffentlicht, wirkt lebendiger als ein Laden, dessen Profil seit der Eröffnung unverändert geblieben ist, selbst wenn beide objektiv ein vergleichbares Sortiment führen. Gerade rund um Feiertage oder saisonale Ausverkäufe hilft ein rechtzeitiger Beitrag dabei, Laufkundschaft gezielt anzusprechen, statt sich allein auf die Sichtbarkeit des Schaufensters zu verlassen.
Ein Geschäft, das zusätzlich einen Onlineshop betreibt, sollte im Profil klar zwischen dem Angebot vor Ort und der Online-Bestellung unterscheiden, damit Kundinnen und Kunden nicht enttäuscht vor Ort ankommen, weil ein online beworbenes Produkt im Laden selbst gar nicht vorrätig ist.
Konsistenz mit Verzeichnissen und typische Fehler
Ergänzen Sie Ihr Profil um einen Eintrag bei Das Örtliche oder Gelbe Seiten, damit auch dort Adresse und Öffnungszeiten korrekt erscheinen. Ein häufiger Fehler ist ein Profil ohne aktuelle Fotos über mehrere Monate, ein weiterer eine falsche Öffnungszeit während der Betriebsferien. Kaptor hält Ihr Google-Profil mit den weiteren Verzeichnissen synchron und sorgt dafür, dass Anfragen zur Produktverfügbarkeit zuverlässig beantwortet werden. Mehr zum Google-Unternehmensprofil für Einzelhandelsgeschäfte im Hub für Einzelhandelsgeschäfte, zum Nachbarmarkt unter Einzelhandelsgeschäfte in Österreich.