Ein Wasserschaden am Sonntagabend in Köln-Ehrenfeld lässt keine Zeit für Recherche. Wer in diesem Moment "Notdienst Sanitär in der Nähe" in Google eingibt, ruft den ersten Betrieb an, der geöffnet wirkt, gut bewertet ist und dessen Nummer sofort erreichbar erscheint. Für Handwerksbetriebe am Bau in Deutschland entscheidet das Google-Unternehmensprofil damit oft über den Auftrag, lange bevor ein Kostenvoranschlag überhaupt zur Sprache kommt, selbst wenn ein Betrieb handwerklich hervorragend arbeitet und diese Qualität nur nicht rechtzeitig sichtbar macht.
Zunächst prüfen, ob bereits ein Eintrag existiert
Viele Betriebe wurden über die Jahre automatisch in Google Maps erfasst, oft mit einer alten Adresse aus einer früheren Betriebsübernahme oder mit fehlender Telefonnummer. Suchen Sie zuerst nach Ihrem Namen, bevor Sie ein neues Profil erstellen, und beanspruchen Sie den bestehenden Eintrag. Zwei parallele Profile für denselben Betrieb verteilen Bewertungen auf zwei schwächere Einträge, statt Vertrauen an einer Stelle zu bündeln.
Die Kategorie, die Kundinnen und Kunden tatsächlich eingeben
Ein allgemeiner Eintrag als "Bauunternehmen" hilft wenig, wenn jemand konkret nach "Elektriker Notdienst" oder "Dachdecker" sucht. Wählen Sie die Hauptkategorie, die Ihr Kerngewerk am genauesten trifft, und ergänzen Sie Nebenkategorien nur, wenn Sie diese Leistungen tatsächlich anbieten. Ein Betrieb, der sowohl Sanitär- als auch Heizungsarbeiten übernimmt, sollte beides hinterlegen, statt sich künstlich auf eine Kategorie zu beschränken.
Baustellenfotos statt Stockbilder
Fotos von abgeschlossenen Baustellen, vom eigenen Fuhrpark und vom Team überzeugen deutlich mehr als generische Werkzeugbilder aus dem Internet. Zeigen Sie Vorher-Nachher-Aufnahmen einer Renovierung oder eines Dachausbaus, denn Kundinnen und Kunden wollen sehen, wie ein fertiges Ergebnis tatsächlich aussieht, bevor sie einen Kostenvoranschlag anfragen. Aktualisieren Sie diese Bilder regelmäßig, statt das Profil nach der Eröffnung nie wieder anzufassen, denn eine Kundin, die sich für eine Badsanierung interessiert, möchte im besten Fall ein Beispiel aus den letzten Monaten sehen, nicht nur ein Projekt von vor fünf Jahren.
Öffnungszeiten und Erreichbarkeit im Notfall
Pflegen Sie reguläre Öffnungszeiten ebenso sorgfältig wie Angaben zu einem eventuellen Notdienst außerhalb der üblichen Zeiten. Ein Betrieb, der laut Profil bis achtzehn Uhr erreichbar ist, aber tatsächlich schon um sechzehn Uhr das Telefon abstellt, verliert genau die dringenden Anfragen, die oft am besten bezahlt werden, während der Kunde sich beim nächsten, tatsächlich erreichbaren Betrieb meldet und dort bleibt, auch für künftige Aufträge.
Bewertungen und Referenzen sichtbar machen
Bitten Sie zufriedene Privatkundinnen und -kunden aktiv um eine Bewertung nach Abschluss einer Baustelle, denn Mundpropaganda allein reicht in einem zunehmend digitalen Markt nicht mehr aus. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf eine kritische, sachlich und ohne Rechtfertigung, da eine Hausverwaltung oder ein größerer Auftraggeber vor der Vergabe oft gezielt die Reaktion auf negative Rückmeldungen prüft, um abzuschätzen, wie der Betrieb mit Problemen auf einer echten Baustelle umgehen würde.
Kostenvoranschläge über die Nachrichtenfunktion nicht verlieren
Immer mehr Anfragen erreichen Handwerksbetriebe über die Nachrichtenfunktion des Profils statt über einen Anruf, besonders von jüngeren Kundinnen und Kunden, die lieber schreiben als telefonieren. Eine Anfrage, die erst nach drei Tagen beantwortet wird, geht häufig bereits an den nächsten Betrieb in der Trefferliste.
Beiträge nutzen, um Kapazität zu signalisieren
Nutzen Sie die Beitragsfunktion des Profils, um auf freie Kapazität in ruhigeren Wochen hinzuweisen oder eine Spezialisierung wie eine Förderung für energetische Sanierungen sichtbar zu machen. Ein Betrieb, der regelmäßig kurze Beiträge veröffentlicht, wirkt für eine Hausverwaltung, die einen zuverlässigen Partner für mehrere Objekte sucht, aktiver und präsenter als ein Betrieb mit einem seit der Eröffnung unveränderten Profil. Diese Sichtbarkeit kostet wenig Zeit, bringt aber gerade in einer Branche mit stark schwankendem Auftragskalender einen spürbaren Unterschied.
Konsistenz mit Gelbe Seiten und Das Örtliche
Viele Kundinnen und Kunden, besonders ältere Jahrgänge, prüfen einen Handwerksbetrieb zusätzlich über Das Örtliche oder Gelbe Seiten. Adresse, Telefonnummer und Gewerk sollten dort exakt mit dem Google-Profil übereinstimmen. Ein häufiger Fehler ist eine alte Adresse, die nach einem Umzug auf einem der Verzeichnisse stehen bleibt, während Google bereits korrigiert wurde, oder eine Telefonnummer, die nach einem Wechsel des Mobilfunkanbieters nur an einer von mehreren Stellen aktualisiert wird. Kaptor gleicht Ihre Angaben über Google, Das Örtliche und Gelbe Seiten ab und hält sie synchron, sobald sich etwas ändert. Mehr zum Google-Unternehmensprofil für Handwerksbetriebe am Bau im Hub für Handwerksbetriebe am Bau, zum Nachbarmarkt unter Handwerksbetriebe am Bau in Österreich.