In Zürich liegt ein Bürohaus oft nur wenige Gehminuten vom nächsten Restaurant entfernt, und genau darin liegt sowohl die Chance als auch das Problem: Am Mittag ist der Wettbewerb um denselben Geschäftskunden groß, während der Abend unter der Woche oft deutlich ruhiger bleibt als das Wochenende. Ein Restaurant, das diese Lücke schließen will, muss Unternehmen in der Nähe direkt ansprechen, statt nur auf die Laufkundschaft vom Trottoir zu warten.
Der Mittagstisch als hart umkämpfter Markt
Für Schweizer Restaurants ist die Auslastung unter der Woche oft die eigentliche Herausforderung, während Wochenenden und touristisch geprägte Lagen sich leichter füllen. Dazu kommt der Anteil, den Reservierungsplattformen von jeder vermittelten Buchung einbehalten, sowie die Aufgabe, aus gelegentlichen Gästen echte Stammgäste zu machen, die auch ohne Aktion wiederkommen. Firmen in der Nachbarschaft, die einen festen Mittagstisch, ein Geschäftsessen oder eine Firmenfeier organisieren wollen, sind ein Kundensegment, das sich über eine direkte, persönliche Ansprache oft besser erreichen lässt als über eine allgemeine Anzeige.
Was Schweizer Firmenkunden vor der Anfrage prüfen
| Verzeichnis | Nutzen für Restaurants |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Speisekarte, Öffnungszeiten und Bewertungen direkt in der lokalen Suche und auf Maps. |
| local.ch | Meistgenutztes Schweizer Verzeichnis, über das viele Gäste zuerst nach einem Restaurant suchen. |
| search.ch | Firmen-, Telefon- und Adresssuche für die ganze Schweiz, auch abseits der großen Städte. |
| Moneyhouse | Handelsregisterdaten, die Firmenkunden oft zur Prüfung heranziehen, bevor sie einen Vertrag unterschreiben. |
| HELP.CH Firmenverzeichnis | Verzeichnis mit Handelsregisterdaten und kostenlosem Basiseintrag für kleinere Betriebe. |
Viele Schweizer Kundinnen und Kunden prüfen ein Restaurant über local.ch oder search.ch, bevor sie sich entscheiden, und ein Firmenkunde wirft für eine größere Feier durchaus auch einen Blick ins Handelsregister über Moneyhouse. Der Schweizer Markt ist zudem mehrsprachig und regional geprägt: Ein Restaurant in Genf spricht seine Firmenkunden anders an als eines in Zürich oder Bern, und Sorgfalt sowie Zuverlässigkeit wiegen hier besonders schwer.
Eine Ansprache, die auf Sorgfalt setzt
Grenzen Sie zunächst ein, welche Unternehmen in Gehdistanz oder mit klarem Bezug zu Ihrem Restaurant überhaupt zu Ihrem Angebot passen, statt eine breite, ungeprüfte Liste zu verschicken. Eine Versicherung mit hundert Angestellten hat andere Bedürfnisse für einen Firmenlunch als ein kleines Treuhandbüro mit sechs Personen, und diese Unterscheidung lohnt sich schon bei der Zusammenstellung der Liste. Suchen Sie den Namen der zuständigen Person, etwa im Facility-Management oder im Sekretariat der Geschäftsleitung, und stellen Sie sich sowie Ihr Restaurant in der ersten Zeile klar vor. Formulieren Sie ein konkretes, greifbares Angebot wie ein festes Business-Lunch-Menü, statt allgemein von gutem Essen zu schreiben. Ein verbreiteter Fehler ist, eine ungeprüfte Adressliste einzukaufen und dieselbe Nachricht unverändert an private wie geschäftliche Adressen zu schicken. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach etwa zwei Wochen einmal höflich nach.
Budget in Franken und die Zeit bis zur Zusage
Rechnen Sie mit einigen hundert Franken im Monat für eine regelmäßige Vorgehensweise, Werkzeuge und eventuelle lokale Werbung eingeschlossen. Ein Tisch für den Abend wird oft innerhalb weniger Minuten reserviert, während ein Vertrag für einen regelmäßigen Firmenlunch oder eine grössere Feier sich über mehrere Wochen Abstimmung hinzieht, mit Rückfragen zu Menü, Raum und Termin, bevor überhaupt unterschrieben wird. Wer beide Zeithorizonte vermischt, verliert entweder Geduld bei einem einfachen Reservierungswunsch oder wirkt bei einer grösseren Firmenfeier zu ungeduldig, wenn die Antwort etwas länger auf sich warten lässt.
Zustimmung nach UWG und Sorgfalt nach revDSG
In der Schweiz verlangt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige Zustimmung des Empfängers, auch im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen. Das revidierte Datenschutzgesetz regelt zusätzlich, wie Sie Kontaktdaten von Firmenkunden erheben und verwenden dürfen, was für ein Restaurant bedeutet, Adressen nachvollziehbar und mit erkennbarem beruflichem Bezug zu sammeln statt eine fertige Liste ungeprüft zu übernehmen. Geben Sie sich als Absender mit Namen und Restaurant klar zu erkennen, bieten Sie eine einfache Möglichkeit zur Abmeldung an und setzen Sie jede Abmeldung sofort um. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln, da sich die Praxis in diesem Bereich weiterentwickelt.
Was Kaptor für Ihr Restaurant übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Unternehmen in Ihrer Umgebung zusammen, mit dem tatsächlichen Ansprechpartner für Firmenlunch und Feiern, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und jede Rückmeldung wird an einem Ort festgehalten statt in verstreuten Notizen verloren zu gehen. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Restaurants, und für einen benachbarten Markt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Restaurants in Luxemburg.