In Luxemburg-Stadt sitzen viele Kanzleien, Fondsverwalter und europäische Institutionen auf engstem Raum, und mittags leeren sich deren Büros fast vollständig in die umliegenden Restaurants. Wer als Restaurant außerhalb dieser Stoßzeit oder abseits der dichtesten Bürolagen bestehen will, muss Firmen aktiv auf sich aufmerksam machen, denn in einem so kleinen Markt kennt sich ohnehin fast jeder, und eine unpersönliche Massenmail fällt hier besonders schnell negativ auf.
Ein kleiner Markt, in dem sich alle kennen
Luxemburgische Restaurants kämpfen weniger mit fehlender Nachfrage als mit ihrer Verteilung: Die Mittagszeit ist dicht gedrängt, während Abende unter der Woche oder Lagen etwas abseits des Kirchbergs und der Innenstadt deutlich ruhiger bleiben. Reservierungsplattformen behalten dabei einen Teil des Umsatzes ein, und aus Gästen, die nur einmal wegen einer Delegation oder eines Seminars vorbeikommen, werden selten von allein Stammgäste. Unternehmen, Kanzleien und internationale Organisationen, die einen verlässlichen Ort für Geschäftsessen oder Seminare suchen, lassen sich in diesem dichten Markt oft direkter und persönlicher ansprechen als über eine anonyme Anzeige.
Editus, Google und das persönliche Netzwerk
| Verzeichnis | Nutzen für Restaurants |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Speisekarte, Öffnungszeiten und Bewertungen direkt in der lokalen Suche. |
| Editus | Führendes Telefon- und Firmenverzeichnis Luxemburgs, in fast jedem Betrieb bekannt. |
| Yellow.lu | Verzeichnis mit privaten und geschäftlichen Kontaktdaten für das ganze Land. |
| LuxAnnuaire | Berufliches Verzeichnis mit mehreren tausend gelisteten Unternehmen in Luxemburg. |
| Kompass Luxembourg | B2B-Verzeichnis, über das Einkäufer gezielt nach Anbietern für Firmenanlässe suchen. |
Kundinnen und Kunden suchen in Luxemburg häufig über Editus, Google oder schlicht über ihr persönliches Netzwerk, oft mehrsprachig zwischen Französisch, Deutsch und Luxemburgisch. Der hohe Anteil an Grenzgängern aus Frankreich, Belgien und Deutschland sowie an internationalen Unternehmen prägt dabei zusätzlich, wie und in welcher Sprache eine Anfrage am besten ankommt. In einem Land, in dem sich Geschäftsleute häufig persönlich kennen, wiegt eine unpersönliche, breit gestreute Werbemail besonders schwer, während eine präzise, gut recherchierte Nachricht an die richtige Person auffällt.
Wenige, gut ausgewählte Empfänger statt einer breiten Liste
Beschränken Sie sich von Anfang an auf eine kleine, sorgfältig geprüfte Liste von Unternehmen, Kanzleien oder Organisationen in Ihrer Nähe, die tatsächlich Bedarf an einem regelmäßigen Geschäftsessen oder an Räumlichkeiten für Anlässe haben. Ein Fondsverwalter mit internationalem Publikum braucht dabei ein anderes Angebot als ein kleines luxemburgisches Familienunternehmen, und wer diesen Unterschied ignoriert, verschickt am Ende eine Nachricht, die für beide Seiten zu allgemein bleibt. Finden Sie den Namen der Assistenz oder der für Veranstaltungen zuständigen Person heraus, statt eine allgemeine Kontaktadresse zu verwenden, und stellen Sie sich sowie Ihr Restaurant unmissverständlich vor. Ein häufiger Fehler in diesem Markt ist gerade die breit gestreute, unpersönliche Nachricht, die in einem so vernetzten Umfeld schnell die Runde macht und dem Ruf mehr schadet als eine ausbleibende Antwort. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach etwa zwei Wochen einmal höflich nach, bevor Sie das Thema ruhen lassen.
Budget in einem dichten, gezielten Markt
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für eine regelmäßige Vorgehensweise, wobei in diesem kleinen und dichten Markt oft sehr gezielte statt breite Aktionen den Unterschied machen, da eine schlecht empfangene Massenmail sich in einem so vernetzten Umfeld schnell herumspricht. Ein Tisch für den Abend wird meist innerhalb von Minuten gebucht, während ein Vertrag für regelmäßige Geschäftsessen oder eine grössere Delegation sich über mehrere Wochen Abstimmung hinzieht, häufig mit mehrsprachiger Korrespondenz zwischen Französisch und Deutsch.
Zustimmung nach der Datenschutz-Grundverordnung
Luxemburg wendet als EU-Mitgliedstaat die Datenschutz-Grundverordnung an, ergänzt durch nationale Regeln zur elektronischen Werbung, die für unerbetene Nachrichten grundsätzlich eine vorherige Zustimmung vorsehen. Für ein Restaurant heisst das, sich auf Personen zu beschränken, deren berufliche Aufgabe erkennbar mit Verpflegung, Veranstaltungen oder Einkauf zu tun hat, statt jede beliebige Adresse eines Unternehmens zu nutzen. Kennzeichnen Sie sich als Absender eindeutig mit Namen und Restaurant und bieten Sie eine einfache Abmeldemöglichkeit in jeder Nachricht an, die Sie sofort umsetzen. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln, besonders in diesem kleinen, vernetzten Markt.
Was Kaptor für Ihr Restaurant übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine kleine, sorgfältig geprüfte Liste passender Unternehmen zusammen, mit dem tatsächlichen Ansprechpartner für Geschäftsessen und Anlässe, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und jede Antwort wird an einem Ort festgehalten. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Restaurants, und für einen Nachbarmarkt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Restaurants in Deutschland.