In Wien füllen sich die Schanigärten im Sommer fast von selbst, doch im November, wenn die Touristensaison abflaut und die Wiener selbst seltener auswärts essen, klaffen zwischen Anspruch und Auslastung oft mehrere leere Tische pro Abend. Ein Restaurant, das diese ruhigen Monate überbrücken will, muss aktiv auf Unternehmen, Vereine und Veranstalter zugehen, die Weihnachtsfeiern, Seminare oder regelmäßige Mittagstische buchen, statt nur auf Laufkundschaft zu hoffen.
Wenn die Saison endet und der Gastraum leer bleibt
Österreichische Gastronomiebetriebe kennen dieses Muster gut: Wochenenden und Feriensaisonen sind gut gebucht, während Werktage außerhalb der Saison eine echte Lücke reißen. Dazu kommt der Druck durch Reservierungsplattformen, die einen Teil des Umsatzes abschöpfen, und die Notwendigkeit, aus einmaligen Gästen Stammgäste zu machen. Für Unternehmen in der Nachbarschaft, die einen Ort für Mittagessen, Weihnachtsfeiern oder Kundenempfänge suchen, ist ein Restaurant mit klarer, direkter Ansprache oft die einfachere Wahl gegenüber der anonymen Suche über ein Buchungsportal.
Sichtbarkeit über Herold, Google und die WKO hinaus
| Verzeichnis | Nutzen für Restaurants |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Speisekarte, Öffnungszeiten und Bewertungen direkt in der lokalen Google-Suche. |
| Herold | Größtes österreichisches Verzeichnis, in ganz Österreich für die lokale Suche verbreitet. |
| FirmenABC | Firmenverzeichnis, das sich eignet, um Unternehmen in Ihrer Umgebung überhaupt erst zu finden. |
| WKO Firmen A-Z | Offizielles Verzeichnis der Wirtschaftskammer, das bei Firmenkunden Vertrauen schafft. |
| wer liefert was (wlw.at) | B2B-Plattform, über die Einkäufer gezielt nach Caterern und Veranstaltungsorten suchen. |
Wiener und österreichische Kundschaft sucht häufig über Herold oder Google und legt Wert auf eine persönliche, direkte Ansprache statt einer anonymen Massenwerbung. Der österreichische Markt ist zudem kompakt und stark auf Wien konzentriert, während in den Bundesländern lokale Netzwerke und Empfehlungen deutlich mehr Gewicht haben als in einer Großstadt. Ein Restaurant in Graz oder Innsbruck profitiert oft stärker von einem Eintrag bei Herold und einer guten Bewertung im WKO-Verzeichnis als von einer aufwendigen eigenen Website, weil Firmenkunden in diesen Städten zuerst dort nachsehen, wer für ein Geschäftsessen überhaupt infrage kommt.
Firmenkunden direkt und persönlich ansprechen
Bestimmen Sie zunächst, welche Betriebe in Ihrer Umgebung überhaupt Bedarf an einem regelmäßigen Mittagstisch oder an Räumlichkeiten für Feiern haben, statt wahllos jede Adresse anzuschreiben. Recherchieren Sie den Namen der zuständigen Person, etwa in der Assistenz der Geschäftsführung oder im Facility-Management, und nennen Sie in der Nachricht klar, wer Sie sind und welches Restaurant Sie führen. Formulieren Sie ein konkretes Angebot, etwa ein festes Mittagsmenü oder ein Paket für die Weihnachtsfeier, statt einer allgemeinen Vorstellung Ihres Hauses. Ein häufiger Fehler ist, dieselbe Nachricht Monat für Monat unverändert zu wiederholen, obwohl sie beim ersten Mal schon keine Resonanz gebracht hat. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach zwei Wochen einmal höflich nach, bevor Sie das Thema ruhen lassen.
Budget und die Zeit bis zur Zusage
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für Werkzeuge, die Zeit für die Nachverfolgung und gelegentliche lokale Werbung. Ein einzelner Tisch für den Abend wird meist innerhalb von Minuten reserviert, ein Vertrag für regelmäßige Firmenessen oder eine große Weihnachtsfeier entsteht dagegen erst nach mehreren Wochen Abstimmung zu Termin, Menü und Preis, oft mit mehr als einer Rückfrage. Wer diesen Unterschied bei der Planung ignoriert und beides mit demselben Zeithorizont behandelt, wird entweder bei der Feiertagsplanung zu spät dran sein oder beim einfachen Mittagsgast unnötig lange auf eine Antwort warten, die es in dieser Form gar nicht braucht.
Die Zustimmungspflicht im österreichischen Wettbewerbsrecht
In Österreich gilt für Werbe-E-Mails an Unternehmen ein Opt-in-Grundsatz: Eine vorherige Zustimmung des Empfängers ist die Regel, unabhängig davon, ob es sich um einen kleinen Familienbetrieb oder ein größeres Unternehmen handelt. Für ein Restaurant bedeutet das, sich auf Personen zu beschränken, deren Aufgabe erkennbar mit Verpflegung, Veranstaltungen oder Einkauf zu tun hat, statt jede beliebige Firmenadresse zu verwenden. Kennzeichnen Sie sich als Absender eindeutig mit Namen und Restaurant, bieten Sie in jeder Nachricht eine unkomplizierte Abmeldung an und setzen Sie eine Abmeldung sofort um. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln, denn die genauen Anforderungen werden laufend präzisiert.
Was Kaptor für Ihr Restaurant übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Unternehmen in Ihrer Umgebung zusammen, mit dem tatsächlichen Ansprechpartner für Firmenessen und Feiern, Sie verschicken die Nachricht aus Ihrem eigenen Postfach und jede Antwort landet an einem einzigen Ort statt verstreut über Telefon, Mail und Notizzettel. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Restaurants, und für einen Nachbarmarkt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Restaurants in der Schweiz.