Ein Concept Store in Lausanne verkauft an Samstagen mühelos an Laufkundschaft, doch das grössere Potenzial liegt bei Unternehmen aus der Umgebung, die für Kundenpräsente oder Jahresendgeschenke einen lokalen, unabhängigen Anbieter suchen statt einer anonymen Grossbestellung. Wer diese Firmen direkt anspricht, sichert sich Umsätze, die deutlich planbarer sind als der Zufall des Spontankaufs, und füllt damit auch ruhigere Wochen ausserhalb der Einkaufsspitzen.
Gegen Ketten und Online-Handel bestehen
Gegen grosse Ketten und den Online-Handel zu bestehen ist für Schweizer Einzelhandelsgeschäfte eine ständige Herausforderung, ebenso wie Laufkundschaft in eine zahlende Kundschaft zu verwandeln und saisonale Schwankungen bei Lager und Umsatz auszugleichen. Eine Stammkundschaft aufzubauen, die nicht nur wegen des Preises kommt, gelingt eher, wenn ein Geschäft zusätzliche Standbeine neben dem reinen Ladenverkauf entwickelt. Unternehmen, die für Kundenpräsente oder Firmengeschenke einen lokalen Anbieter suchen, lassen sich über eine direkte, gut vorbereitete Ansprache oft besser erreichen als über die Auslage im Schaufenster allein.
Was Schweizer Firmenkunden vor der Bestellung prüfen
| Verzeichnis | Nutzen für Einzelhandelsgeschäfte |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Öffnungszeiten, Sortiment und Bewertungen direkt in der lokalen Suche. |
| local.ch | Meistgenutztes Schweizer Verzeichnis, über das viele Kundinnen ein Geschäft finden. |
| search.ch | Firmen- und Adresssuche für die ganze Schweiz, auch abseits der grossen Städte. |
| Moneyhouse | Handelsregisterdaten, die ein Unternehmen vor einer grösseren Bestellung gelegentlich prüft. |
| HELP.CH Firmenverzeichnis | Firmenverzeichnis mit Handelsregisterdaten und kostenlosem Basiseintrag. |
Laufkundschaft findet ein Geschäft meist über local.ch oder Google, während ein Unternehmen, das einen Anbieter für Kundenpräsente sucht, eher gezielt recherchiert und mehrere Angebote vergleicht. Der Schweizer Markt ist mehrsprachig und regional geprägt, und ein Geschäft in Lausanne spricht Unternehmen anders an als eines in Zürich oder Bern, schon allein wegen der unterschiedlichen Sprache der ersten Nachricht.
Firmenkunden für Präsente gezielt ansprechen
Grenzen Sie zunächst ein, welche Unternehmen in Ihrer Region überhaupt Bedarf an Ihrem Sortiment für Geschenke haben, statt eine breite Liste ungeprüft anzuschreiben. Ein grösseres Unternehmen mit mehreren hundert Angestellten entscheidet dabei anders und über mehr Personen als ein kleines Büro mit einer Handvoll Mitarbeitenden. Suchen Sie den Namen der zuständigen Person im Einkauf oder Office-Management, statt eine allgemeine Adresse zu verwenden. Ein häufiger Fehler ist, dieselbe Nachricht unverändert an Privatpersonen und Firmenkunden zu verschicken, obwohl beide völlig unterschiedlich entscheiden. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach etwa zwei Wochen einmal höflich nach, besonders wenn die Entscheidung erst näher am Jahresende ansteht.
Budget in Franken und der Unterschied zwischen Spontankauf und Firmenauftrag
Rechnen Sie mit einigen hundert Franken im Monat für eine regelmäßige Vorgehensweise, Werkzeuge und eventuelle lokale Werbung eingeschlossen. Der Kauf selbst ist bei Privatkunden meist spontan, während ein Firmenauftrag für Kundenpräsente sich über mehrere Wochen Abstimmung hinzieht, mit Rückfragen zu Menge, Budget und Liefertermin, bevor überhaupt eine Zusage erfolgt.
Zustimmung nach UWG und Sorgfalt nach revDSG
In der Schweiz verlangt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige Zustimmung des Empfängers, auch im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen. Das revidierte Datenschutzgesetz regelt zusätzlich, wie Sie Kontaktdaten von Unternehmen erheben und verwenden dürfen, was bedeutet, Adressen mit erkennbarem beruflichem Bezug zu sammeln statt eine fertige Liste ungeprüft zu übernehmen. Geben Sie sich als Absender klar zu erkennen und bieten Sie eine einfache Abmeldemöglichkeit an, die Sie sofort umsetzen. Ein unklarer oder anonymer Absender wirkt bei Schweizer Firmenkunden besonders unseriös und schadet dem Vertrauen mehr als eine ausbleibende Antwort. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln, da sich die Praxis in diesem Bereich weiterentwickelt.
Was Kaptor für Ihr Geschäft übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Unternehmen in Ihrer Region zusammen, mit dem tatsächlichen Ansprechpartner für Einkauf und Geschenke, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und behalten jede Antwort an einem Ort im Blick, statt sie zwischen Ladenalltag, Kasse und losen Notizen zu verlieren. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Einzelhandelsgeschäfte, und für einen benachbarten Markt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Einzelhandelsgeschäfte in Luxemburg.