Ein Sportgeschäft in Innsbruck lebt im Winter von Skitouristen, doch die grösseren, planbaren Aufträge kommen oft von Unternehmen, die für Betriebsausflüge oder als Mitarbeitergeschenk eine Ausrüstung bestellen, und diese Firmen entscheiden meist schon Wochen vor der eigentlichen Saison. Wer diesen Bedarf früh und gezielt anspricht, sichert sich Aufträge, die deutlich über den einzelnen Ladenverkauf hinausgehen und den Umsatz auch ausserhalb der Hauptsaison stützen, gerade wenn die Skisaison einmal später beginnt als erwartet.
Gegen Ketten und Online-Handel bestehen
Gegen grosse Ketten und den Online-Handel zu bestehen ist für österreichische Einzelhandelsgeschäfte eine ständige Herausforderung, ebenso wie Laufkundschaft in eine zahlende Kundschaft zu verwandeln und saisonale Schwankungen bei Lager und Umsatz auszugleichen. Eine Stammkundschaft aufzubauen, die nicht nur wegen des Preises kommt, gelingt eher, wenn ein Geschäft zusätzliche Standbeine neben dem reinen Ladenverkauf entwickelt. Unternehmen, die für Betriebsausflüge, Mitarbeitergeschenke oder Firmenevents einen lokalen Anbieter suchen, lassen sich über eine direkte Ansprache oft besser erreichen als über die Auslage im Schaufenster allein, gerade in einer Stadt, in der Saisongeschäft und Firmenkunden nebeneinander bestehen.
Sichtbarkeit über Herold und das eigene Schaufenster hinaus
| Verzeichnis | Nutzen für Einzelhandelsgeschäfte |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Öffnungszeiten, Sortiment und Bewertungen direkt in der lokalen Suche. |
| Herold | Größtes österreichisches Verzeichnis, in ganz Österreich für die lokale Suche verbreitet. |
| FirmenABC | Firmenverzeichnis, das sich eignet, um Unternehmen in der Region gezielt zu finden. |
| WKO Firmen A-Z | Offizielles Verzeichnis der Wirtschaftskammer, das bei einem neuen Firmenkunden Vertrauen schafft. |
| wer liefert was (wlw.at) | B2B-Plattform, über die Einkäufer gezielt nach Anbietern für Firmenausflüge suchen. |
Laufkundschaft findet ein Geschäft meist über Google oder das Schaufenster selbst, während ein Unternehmen, das einen Anbieter für Betriebsausflüge sucht, eher gezielt recherchiert und mehrere Angebote vergleicht. Der österreichische Markt ist kompakt und stark auf Wien konzentriert, während in den Bundesländern persönliche Netzwerke oft mehr zählen als eine reine Online-Präsenz, gerade wenn ein Geschäft wie in Innsbruck stark vom Tourismus abhängt.
Firmenkunden für Ausflüge und Geschenke gewinnen
Legen Sie zunächst fest, welche Unternehmen in Ihrer Region überhaupt Bedarf an Ihrem Sortiment für Ausflüge oder Geschenke haben, statt eine allgemeine Liste abzuarbeiten. Ein grösseres Unternehmen mit eigener Personalabteilung entscheidet dabei anders als ein kleines Büro, das den Betriebsausflug meist spontan und informell organisiert. Sprechen Sie die zuständige Person im Office-Management direkt an und nennen Sie sich sowie Ihr Geschäft klar in der ersten Zeile. Ein häufiger Fehler ist, dieselbe Nachricht ohne Anpassung an Privatpersonen und Unternehmen zu verschicken, obwohl beide völlig unterschiedlich entscheiden. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach zwei Wochen einmal höflich nach, besonders wenn die Entscheidung erst näher an der Saison ansteht.
Budget und der Unterschied zwischen Spontankauf und Firmenauftrag
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für Werkzeuge, die Zeit für die Nachverfolgung und gelegentliche lokale Werbung. Der Kauf selbst ist bei Privatkunden meist spontan, während ein Firmenauftrag für einen Betriebsausflug sich über mehrere Wochen Abstimmung hinzieht, mit Rückfragen zu Menge, Budget und Liefertermin, bevor überhaupt eine Zusage erfolgt.
Die Zustimmungspflicht bei der Ansprache von Firmen
In Österreich gilt für Werbe-E-Mails an Unternehmen ein Opt-in-Grundsatz: Eine vorherige Zustimmung des Empfängers ist die Regel, unabhängig davon, ob es sich um ein kleines Büro oder ein grösseres Unternehmen handelt. Für ein Einzelhandelsgeschäft bedeutet das, sich auf Personen zu beschränken, deren Aufgabe erkennbar mit Einkauf oder Mitarbeiterangeboten zu tun hat, statt eine breite, ungeprüfte Liste zu verwenden. Kennzeichnen Sie sich als Absender eindeutig, bieten Sie eine unkomplizierte Abmeldung an und setzen Sie diese sofort um. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln, da sich die Anforderungen an eine zulässige Ansprache weiterentwickeln.
Was Kaptor für Ihr Geschäft übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Unternehmen in Ihrer Region zusammen, mit dem tatsächlichen Ansprechpartner für Einkauf und Ausflüge, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und behalten jede Antwort an einem Ort im Blick, statt sie zwischen Ladenalltag, Kasse und losen Notizen zu verlieren. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Einzelhandelsgeschäfte, und für einen Nachbarmarkt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Einzelhandelsgeschäfte in der Schweiz.