Ein Feinkostladen in Frankfurt-Sachsenhausen verkauft im Dezember mühelos Präsentkörbe an Privatkunden, doch das eigentliche Potenzial liegt bei den Unternehmen in der Umgebung, die für ihre Mitarbeitenden oder Geschäftspartner ein Weihnachtsgeschenk suchen und oft schon im Oktober zu entscheiden beginnen, lange bevor die ersten Privatkunden überhaupt an Geschenke denken. Wer diesen Bedarf früh und gezielt anspricht, gewinnt Aufträge, die weit über den einzelnen Ladenverkauf hinausgehen und den Umsatz auch ausserhalb der Feiertage stabilisieren.
Gegen Ketten und Online-Handel bestehen
Gegen große Ketten und den Online-Handel zu bestehen ist für Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland eine ständige Herausforderung, ebenso wie Laufkundschaft in der Fußgängerzone in zahlende Kunden zu verwandeln und saisonale Schwankungen bei Lager und Umsatz auszugleichen. Eine Stammkundschaft aufzubauen, die nicht nur wegen des Preises kommt, gelingt eher, wenn ein Geschäft zusätzliche Standbeine neben dem reinen Ladenverkauf entwickelt. Unternehmen, die für Kundenpräsente, Mitarbeitergeschenke oder Firmenveranstaltungen einen lokalen Anbieter suchen, lassen sich über eine direkte Ansprache oft besser erreichen als über die Auslage im Schaufenster allein. Ein grösseres Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitenden plant solche Geschenke meist Monate im Voraus, während ein kleines Büro oft erst wenige Wochen vorher aktiv wird.
Sichtbarkeit über das Schaufenster hinaus
| Verzeichnis | Nutzen für Einzelhandelsgeschäfte |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Öffnungszeiten, Sortiment und Bewertungen direkt in der lokalen Suche und auf Maps. |
| Das Örtliche | Eines der meistgenutzten deutschen Verzeichnisse für die lokale Suche nach einem Geschäft. |
| Gelbe Seiten | Traditionsreiches Verzeichnis, das auch von einer treuen, älteren Kundschaft konsultiert wird. |
| 11880.com | Telefon- und Firmenverzeichnis für die schnelle Suche nach einer Kontaktnummer. |
| wer liefert was (wlw) | B2B-Plattform, über die Einkäufer gezielt nach Anbietern für Firmengeschenke suchen. |
Laufkundschaft findet ein Geschäft meist über das Schaufenster selbst oder über Google, während ein Unternehmen, das nach einem Anbieter für Kundenpräsente sucht, eher gezielt recherchiert und mehrere Angebote vergleicht, bevor es überhaupt antwortet. Der deutsche Markt ist zudem regional unterschiedlich geprägt, weshalb ein Geschäft in Frankfurt seine Firmenkunden anders anspricht als eines in einer kleineren Stadt, in der persönliche Beziehungen zu lokalen Betrieben oft schon über Jahre gewachsen sind.
Firmenkunden für Präsente und Kooperationen gewinnen
Legen Sie zunächst fest, welche Unternehmen in Ihrer Umgebung überhaupt Bedarf an Ihrem Sortiment für Geschenke oder Kooperationen haben, statt eine allgemeine Liste abzuarbeiten. Sprechen Sie die zuständige Person im Einkauf oder im Office-Management direkt an und nennen Sie sich sowie Ihr Geschäft klar in der ersten Zeile. Formulieren Sie ein konkretes Angebot, etwa ein Sortiment für Firmengeschenke, statt einer allgemeinen Vorstellung Ihres Ladens. Ein häufiger Fehler ist, dieselbe Nachricht ohne Anpassung an Privatpersonen und Unternehmen zu verschicken. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach ein bis zwei Wochen einmal höflich nach, besonders wenn die Entscheidung erst näher an einem Fest ansteht.
Budget und der Unterschied zwischen Spontankauf und Firmenauftrag
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für Werkzeuge, Zeit für die Nachverfolgung und gegebenenfalls lokale Werbung. Der Kauf selbst ist bei Privatkunden meist spontan, während ein Firmenauftrag für Kundenpräsente oder Mitarbeitergeschenke sich über mehrere Wochen Abstimmung hinzieht, mit Rückfragen zu Menge, Budget und Lieferzeit, bevor überhaupt eine Zusage erfolgt.
Was das Wettbewerbsrecht von Ihrer Ansprache verlangt
Für Werbe-E-Mails an Unternehmen gilt in Deutschland ein strenger Maßstab: Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verlangt grundsätzlich eine vorherige Einwilligung des Empfängers, ein berechtigtes Interesse aus dem Datenschutzrecht reicht für den Versand allein nicht aus. Für ein Einzelhandelsgeschäft bedeutet das, sich auf Ansprechpartner zu beschränken, deren Aufgabe erkennbar mit Einkauf oder Geschenken zu tun hat, statt eine gekaufte Liste ohne beruflichen Bezug zu verwenden. Kennzeichnen Sie Geschäft und Absender eindeutig, bieten Sie eine sofort nutzbare Abmeldung an und setzen Sie jede Abmeldung dauerhaft um. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln, denn die genauen Anforderungen an eine zulässige Ansprache werden laufend konkretisiert.
Was Kaptor für Ihr Geschäft übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Unternehmen in Ihrer Umgebung zusammen, mit echten Ansprechpartnern für Einkauf und Geschenke, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und behalten jede Antwort an einem Ort im Blick, statt sie zwischen Ladenalltag, Kasse und Notizzetteln zu verlieren. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Einzelhandelsgeschäfte, und für einen Nachbarmarkt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Einzelhandelsgeschäfte in Österreich.