Ein Malerbetrieb in München-Sendling kann sich vor Anfragen für Wohnungsrenovierungen kaum retten, sobald ein Frühling anbricht, während im Januar das Telefon oft tagelang still bleibt, und genau dieser Wechsel zwischen Hochsaison und Flaute prägt den Alltag vieler Handwerksbetriebe am Bau. Wer diese Lücke schließen will, kommt an einer Zusammenarbeit mit Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften kaum vorbei, denn dort entstehen die größeren, planbaren Aufträge, die nicht von der Jahreszeit einer einzelnen Privatperson abhängen.
Zwischen vollen und leeren Wochen im Kalender
Handwerksbetriebe am Bau kennen das Auf und Ab eines Auftragskalenders, der zwischen ausgebuchten und leeren Wochen schwankt, während gleichzeitig unbezahlte Kostenvoranschläge Zeit kosten, die am Ende oft zu keinem Auftrag führen. Über die reine Mundpropaganda hinaus bekannt zu werden ist dabei die eigentliche Hürde, ebenso wie Material- und Lohnkosten zu kalkulieren, die sich ständig ändern. Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften, die regelmäßig Handwerker für Instandhaltung und größere Renovierungen suchen, sind ein Kundensegment, das sich über eine gezielte, professionelle Ansprache erschließen lässt, statt auf eine zufällige Empfehlung zu warten.
Sichtbarkeit bei Hausverwaltungen und Auftraggebern
| Verzeichnis | Nutzen für Handwerksbetriebe |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Baustellenfotos, Bewertungen und Kontaktdaten direkt in der lokalen Suche. |
| Das Örtliche | Meistgenutztes deutsches Verzeichnis, über das viele Privatkunden noch nach einem Handwerker suchen. |
| Gelbe Seiten | Traditionsreicher Eintrag, in dem Hausverwaltungen gezielt nach Gewerken filtern können. |
| 11880.com | Telefon- und Firmenverzeichnis für die schnelle Suche nach einer Kontaktnummer. |
| wer liefert was (wlw) | B2B-Plattform, auf der gewerbliche Auftraggeber gezielt nach Handwerksbetrieben suchen. |
Private Kundschaft sucht meist über Google und ein Verzeichnis wie Das Örtliche, während Hausverwaltungen oft über eine bestehende Liste geprüfter Betriebe arbeiten, in die neu hineinzukommen eine gezielte Ansprache erfordert. Der deutsche Markt ist zudem regional sehr unterschiedlich, und eine Empfehlung von einer Münchner Hausverwaltung überträgt sich selten automatisch auf eine Hamburger. Gerade deshalb lohnt es sich, in jeder Region, in der Sie tätig sind, eigenständig sichtbar zu sein, statt sich allein auf den guten Ruf aus einem einzigen Stadtteil zu verlassen.
Hausverwaltungen gezielt und sauber ansprechen
Stellen Sie zunächst eine Liste von Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften in Ihrem Einzugsgebiet zusammen, die tatsächlich Bedarf an Ihrem Gewerk haben, statt jede beliebige Adresse anzuschreiben. Eine Hausverwaltung mit dreißig Objekten hat einen anderen, planbareren Bedarf als eine kleine Eigentümergemeinschaft mit einem einzigen Haus, und diese Unterscheidung sollte sich schon in der Reihenfolge widerspiegeln, in der Sie Kontakte aufnehmen. Recherchieren Sie den Namen der zuständigen Objektverwaltung, statt eine allgemeine Postadresse zu verwenden, und nennen Sie Ihren Betrieb sowie Ihre Leistung klar in der ersten Zeile. Zeigen Sie kurz ein konkretes Referenzprojekt statt einer allgemeinen Beschreibung Ihres Angebots. Ein häufiger Fehler ist, dieselbe generische Vorlage an Privatpersonen und Hausverwaltungen gleichermaßen zu verschicken, obwohl beide völlig unterschiedliche Entscheidungswege haben. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach etwa zwei Wochen einmal nach, da Hausverwaltungen selten sofort antworten.
Budget und die Zeit bis zum Auftrag
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für eine regelmäßige Vorgehensweise, Werkzeuge und die Zeit für die Nachverfolgung eingeschlossen. Eine kleine Reparatur wird oft binnen Tagen entschieden, ein größeres Renovierungsprojekt bei einer Eigentümergemeinschaft dagegen erst nach mehreren Wochen Prüfung, oft mit einem Vergleich mehrerer Kostenvoranschläge, bevor überhaupt eine Zusage erfolgt. Planen Sie Ihre Nachverfolgung entsprechend unterschiedlich: bei der kleinen Reparatur reicht meist eine kurze Erinnerung, beim größeren Projekt braucht es oft mehrere Kontaktpunkte über Wochen hinweg.
Was das Wettbewerbsrecht bei der Ansprache verlangt
Für Werbe-E-Mails an Unternehmen gilt in Deutschland ein strenger Maßstab: Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verlangt grundsätzlich eine vorherige Einwilligung des Empfängers, ein berechtigtes Interesse aus dem Datenschutzrecht reicht für den Versand allein nicht aus. Für einen Handwerksbetrieb bedeutet das, sich auf Ansprechpartner bei Hausverwaltungen zu beschränken, deren Aufgabe erkennbar mit Instandhaltung oder Vergabe zu tun hat, statt eine gekaufte Liste ohne beruflichen Bezug zu verwenden. Kennzeichnen Sie Betrieb und Absender eindeutig, bieten Sie eine sofort nutzbare Abmeldung an und setzen Sie jede Abmeldung dauerhaft um. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln.
Was Kaptor für Ihren Betrieb übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften in Ihrer Region zusammen, mit echten Ansprechpartnern statt allgemeiner Adressen, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und behalten jede Antwort an einem Ort im Blick, statt sie zwischen E-Mail-Postfach, Telefonnotizen und Handwerkeralltag zu verlieren. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Handwerksbetriebe am Bau, und für einen Nachbarmarkt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Handwerksbetriebe am Bau in Österreich.