Ein Grazer Elektrobetrieb, der vor allem für private Wohnungssanierungen bekannt ist, stößt irgendwann an eine Grenze: Die Mundpropaganda bringt zwar stetig kleinere Aufträge, aber selten das größere Sanierungsprojekt einer Hausverwaltung, das den Kalender für Monate füllen würde, und genau an dieser Grenze entscheidet sich, ob ein Betrieb klein bleibt oder wächst. Wer diesen Schritt gehen will, muss Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften direkt und professionell ansprechen, statt darauf zu hoffen, irgendwann von selbst empfohlen zu werden.
Wenn Mundpropaganda allein nicht mehr reicht
Österreichische Handwerksbetriebe am Bau kennen einen Auftragskalender, der zwischen vollen und leeren Wochen schwankt, während unbezahlte Kostenvoranschläge Zeit binden, ohne dass daraus zwangsläufig ein Auftrag entsteht. Rentable Baustellen zu gewinnen statt nur Angebote zu schreiben, verlangt, über die eigene Mundpropaganda hinaus sichtbar zu werden. Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften, die regelmäßig Handwerksbetriebe für Instandhaltung und größere Sanierungen suchen, lassen sich eher über eine gezielte, gut recherchierte Nachricht erreichen als über eine zufällige Empfehlung.
Herold, die WKO und ein persönlicher erster Kontakt
| Verzeichnis | Nutzen für Handwerksbetriebe |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Zeigt Baustellenfotos und Bewertungen direkt in der lokalen Google-Suche. |
| Herold | Größtes österreichisches Verzeichnis, über das viele Privatkunden noch nach Handwerkern suchen. |
| FirmenABC | Firmenverzeichnis, das sich eignet, um Hausverwaltungen in der eigenen Region zu finden. |
| WKO Firmen A-Z | Offizielles Verzeichnis der Wirtschaftskammer, das bei einer neuen Hausverwaltung Vertrauen schafft. |
| wer liefert was (wlw.at) | B2B-Plattform, über die gewerbliche Auftraggeber gezielt nach Gewerken suchen. |
Private Auftraggeber suchen häufig über Herold oder Google, während Hausverwaltungen eher auf eine bestehende Liste geprüfter Betriebe zurückgreifen, in die sich ein neuer Betrieb aktiv einbringen muss. Der österreichische Markt ist kompakt und stark auf Wien konzentriert, während in den Bundesländern persönliche Netzwerke und ein guter Ruf beim örtlichen Baumeister oft mehr zählen als eine reine Online-Präsenz. Ein Betrieb, der in Graz oder Linz tätig ist, tut deshalb gut daran, sich zusätzlich zur Mundpropaganda ein eigenes, aktuelles Verzeichnisprofil aufzubauen, statt sich allein auf Weiterempfehlungen zu verlassen.
Eine Ansprache mit konkretem Nachweis
Bestimmen Sie zunächst, welche Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften in Ihrer Region überhaupt zu Ihrem Gewerk passen, statt jede beliebige Verwaltung anzuschreiben. Eine grosse Hausverwaltung mit mehreren hundert Objekten entscheidet anders und langsamer als eine kleine Eigentümergemeinschaft mit einem einzigen Haus, und wer diesen Unterschied kennt, spart sich unnötige Nachfragen zur falschen Zeit. Finden Sie die für Vergabe zuständige Person heraus, statt eine allgemeine Büroadresse zu verwenden, und belegen Sie Ihre Kompetenz mit einem kurzen, konkreten Referenzprojekt statt langer Eigenwerbung. Ein häufiger Fehler ist, ausschließlich über den Preis zu argumentieren, obwohl Hausverwaltungen Zuverlässigkeit und Termintreue oft stärker gewichten als den günstigsten Kostenvoranschlag. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach zwei bis drei Wochen einmal höflich nach, da Entscheidungen bei Hausverwaltungen oft mehrere Beteiligte durchlaufen.
Budget und die Zeit bis zur Beauftragung
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für Werkzeuge, die Zeit für die Nachverfolgung und gelegentliche lokale Werbung. Eine kleine Reparatur wird oft binnen Tagen entschieden, ein größeres Sanierungsprojekt bei einer Eigentümergemeinschaft dagegen erst nach mehreren Wochen Prüfung, häufig mit einem Vergleich mehrerer eingeholter Kostenvoranschläge. Wer bei beiden Auftragsarten dieselbe Erwartung an die Antwortzeit hat, verschenkt entweder Geduld bei der kleinen Reparatur oder wirkt bei der grossen Sanierung unnötig ungeduldig.
Die Zustimmungspflicht bei der Ansprache von Firmen
In Österreich gilt für Werbe-E-Mails an Unternehmen ein Opt-in-Grundsatz: Eine vorherige Zustimmung des Empfängers ist die Regel, unabhängig davon, ob es sich um eine kleine Hausverwaltung oder ein größeres Immobilienunternehmen handelt. Für einen Handwerksbetrieb bedeutet das, sich auf Personen zu beschränken, deren Aufgabe erkennbar mit Instandhaltung oder Vergabe zu tun hat, statt eine breite, ungeprüfte Liste zu verwenden. Kennzeichnen Sie sich als Absender mit Namen und Betrieb eindeutig, bieten Sie eine unkomplizierte Abmeldung an und setzen Sie diese sofort um. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln.
Was Kaptor für Ihren Betrieb übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften in Ihrer Region zusammen, mit dem tatsächlichen Ansprechpartner für Vergabe, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und behalten jede Antwort an einem Ort im Blick statt sie über mehrere Notizzettel und Telefonate zu verteilen. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Handwerksbetriebe am Bau, und für einen Nachbarmarkt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Handwerksbetriebe am Bau in der Schweiz.