Ein Einkäufer in einem mittelständischen Unternehmen in Köln bekommt den Auftrag, für ein neues Projekt eine passende Agentur zu finden, und öffnet dafür nicht als Erstes Google, sondern wer liefert was, weil dort tatsächlich nach Dienstleistung, Region und Referenzen gefiltert werden kann, statt sich durch zehn einzelne Websites zu klicken. Für Agenturen und Freelancer entscheidet sich Sichtbarkeit bei größeren Auftraggebern oft an genau dieser Stelle, lange bevor ein Angebot geschrieben wird. Wer dort gar nicht auftaucht, verliert diesen Auftrag, ohne es je zu erfahren, weil die Vorauswahl bereits ohne ihn stattgefunden hat.
Verzeichnisse, in denen Agenturen und Freelancer in Deutschland gefunden werden
| Verzeichnis | Link | Notiz | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| wer liefert was (wlw.de) | wlw.de | B2B-Plattform, auf der Einkäufer gezielt nach Lieferanten und Dienstleistern suchen. | Unternehmen, die gezielt nach Agenturleistungen suchen. |
| Google-Unternehmensprofil | google.com/business | Sichtbarkeit auf Google Maps und in der lokalen Suche, mit Bewertungen. | Lokale Kundschaft, die eine Agentur in der eigenen Stadt sucht. |
| Das Örtliche | dasoertliche.de | Eines der meistgenutzten deutschen Branchenverzeichnisse für die lokale Suche. | Kleinere Unternehmen mit klassischem Suchverhalten. |
| Gelbe Seiten | gelbeseiten.de | Traditionsreiches Branchenverzeichnis für ganz Deutschland. | Ergänzende Sichtbarkeit außerhalb der eigenen Region. |
| 11880.com | 11880.com | Telefon- und Firmenverzeichnis, seit über zwanzig Jahren am Markt. | Direkter telefonischer Erstkontakt. |
Für Agenturen und Freelancer, die mehrheitlich Geschäftskunden bedienen, ist wlw.de das mit Abstand wichtigste Verzeichnis, weit vor den klassischen lokalen Adressbüchern, weil dort tatsächlich strukturiert nach Leistung und Referenzen gesucht wird und nicht nur nach Adresse und Telefonnummer. Ein gepflegtes Google-Profil bleibt trotzdem sinnvoll, sobald Sie auch regional wahrgenommen werden wollen, etwa für persönliche Vor-Ort-Termine in München oder Hamburg. Das Örtliche, Gelbe Seiten und 11880.com spielen für Agenturen eine kleinere Rolle, lohnen sich aber, sobald auch kleinere Unternehmen ohne eigene Einkaufsabteilung zu Ihrer Zielgruppe zählen.
Ein Profil, das ein Angebot vor der ersten Mail rechtfertigt
Ein Einkäufer, der drei Anbieter parallel vergleicht, entscheidet oft schon anhand des Profils, wen er überhaupt zu einem Gespräch einlädt, ohne dass eine Website je aufgerufen wird. Beschreiben Sie auf wlw.de präzise, welche Leistungen Sie anbieten und für welche Branchen, statt einer allgemeinen Formulierung wie „kreative Dienstleistungen“. Ergänzen Sie, wenn möglich, ein bis zwei anonymisierte Referenzprojekte mit konkretem Ergebnis, das überzeugt Einkäufer deutlich mehr als eine reine Leistungsliste. Halten Sie Ihre Kategorie aktuell, wenn sich Ihr Schwerpunkt verschiebt, etwa von klassischem Design hin zu digitalen Projekten. Ergänzen Sie außerdem, mit welchen Tools oder Methoden Sie arbeiten, denn Einkäufer in größeren Unternehmen filtern zunehmend danach, bevor sie überhaupt ein Erstgespräch vereinbaren.
Warum Firmenname und Kontaktdaten überall exakt gleich stehen müssen
Gerade bei Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmern, die häufig unter mehreren Namensvarianten auftreten, lohnt sich ein genauer Blick auf diese Konsistenz. Ein Freelancer, der unter seinem bürgerlichen Namen bei Google auftritt, aber unter einem Fantasienamen bei wlw.de gelistet ist, wirkt für einen prüfenden Einkäufer wie zwei verschiedene Anbieter. Nach einem Umzug des Büros oder einer Änderung der Rechtsform, etwa von Einzelunternehmen zu einer GmbH, sollte diese Änderung auf allen Plattformen gleichzeitig erfolgen, damit ein Interessent, der beide Quellen vergleicht, keine Widersprüche findet. Legen Sie sich dafür eine einzige interne Referenz an, die Sie nach jeder Änderung konsequent durchgehen, statt sich auf das Gedächtnis zu verlassen.
Fehler, die Anfragen von Geschäftskunden kosten
Bei Agenturen und Freelancern summieren sich verlorene Anfragen selten sichtbar an einer einzigen Stelle, sondern schleichend über mehrere unvollständige Profile hinweg. Der häufigste Fehler ist ein wlw.de-Profil, das nur die Pflichtfelder enthält, während der Wettbewerb Referenzen und eine klare Spezialisierung zeigt. Ebenso teuer: ein Google-Profil, das für einen Freelancer ohne festen Kundenverkehr angelegt wurde, aber nie mit aktuellen Leistungen gepflegt wird. Manche Agenturen verzichten zudem komplett auf ein B2B-Verzeichnis und verlassen sich allein auf ihre Website, obwohl gerade dort viele Einkäufer zuerst nach einem passenden Anbieter filtern. Ein letzter Fehler: veraltete Referenzprojekte, die längst durch neuere, passendere Arbeiten ersetzt werden könnten, aber seit der ersten Veröffentlichung nie aktualisiert wurden, sodass ein Interessent ein völlig veraltetes Bild Ihrer aktuellen Ausrichtung erhält.
Budget für die laufende Pflege
Rechnen Sie mit einigen hundert Euro im Monat für eine regelmäßige Pflege Ihrer Profile, einen möglichen bezahlten Eintrag bei wlw.de eingeschlossen. Ein Teil davon sollte gezielt für die Aktualisierung Ihrer Referenzprojekte reserviert sein, damit Ihr Profil immer Ihre aktuellste und relevanteste Arbeit zeigt, statt eines mehrere Jahre alten Beispiels.
Was Kaptor für Sie übernimmt
Kaptor trägt Ihre Agentur oder Ihr Freelance-Angebot mit passender Kategorie und Referenzen in die relevanten deutschen Verzeichnisse ein und hält Name und Kontaktdaten überall konsistent. Mehr dazu im Hub für Agenturen und Freelancer, einen Vergleich mit dem Nachbarmarkt unter Agenturen und Freelancer in Österreich.