Ein selbstständiger Entwickler in Basel arbeitet oft monatelang fast ausschließlich für einen einzigen Auftraggeber, und wenn dessen Projekt endet, steht plötzlich der gesamte Umsatz infrage. Wer regelmäßig neue Zielunternehmen anspricht, statt sich auf wenige große Aufträge zu verlassen, schützt sich vor genau diesem Risiko.
Wer für Agenturen und Freelancer in der Schweiz infrage kommt
Kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene interne Abteilung, wachsende Start-ups und größere Unternehmen mit punktuellen Projekten sind die naheliegendsten Zielgruppen. Viele Kundinnen und Kunden prüfen einen Anbieter vorher über local.ch, search.ch oder das Handelsregister, denn Sorgfalt und Zuverlässigkeit wiegen in der Schweiz besonders schwer. In einem mehrsprachigen Markt wie der Deutschschweiz, der Romandie oder dem Tessin lohnt es sich, Angebote und Nachrichten an die jeweilige Region anzupassen. Handelsregisterdaten über Plattformen wie Moneyhouse spielen für die Glaubwürdigkeit eines kleinen Unternehmens eine größere Rolle als anderswo.
Verzeichnisse für Ihre Agentur oder Ihr Freelance-Geschäft
| Wo eintragen | Wofür |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Sichtbarkeit auf Google Maps und in der lokalen Suche, mit Bewertungen. |
| local.ch | Meistgenutztes Schweizer Verzeichnis für lokale Unternehmen. |
| search.ch | Verzeichnis mit Firmen-, Telefon- und Adresssuche für die ganze Schweiz. |
| Moneyhouse | Handelsregister- und Firmendaten, viel konsultiert zur Glaubwürdigkeitsprüfung. |
| HELP.CH Firmenverzeichnis | Firmenverzeichnis mit Handelsregisterdaten und kostenlosem Basiseintrag. |
Die Methode, um von einzelnen Kunden unabhängiger zu werden
Legen Sie fest, welche Unternehmensgröße und Branche wirklich zu Ihrem Angebot passt, statt sich an jedes Unternehmen zu wenden. Stellen Sie eine Liste passender Zielunternehmen mit den echten Kontaktdaten der zuständigen Person zusammen. Schreiben Sie eine kurze Nachricht, die eine konkrete Herausforderung des Empfängers in den Mittelpunkt stellt, statt Ihr Leistungsportfolio aufzuzählen. Nehmen Sie Kontakt auf und haken Sie ein- bis zweimal nach, denn die meisten Antworten kommen erst nach einer Erinnerung. Halten Sie fest, welcher Ansatz in welcher Sprachregion funktioniert, und verfeinern Sie Ihre Liste bei jedem Durchlauf. Bauen Sie einen festen, wiederkehrenden Rhythmus auf, den Sie auch bei vollem Auftragsbuch fortsetzen.
Budget und wie lange es bis zur Unterschrift dauert
Rechnen Sie mit einigen hundert Franken im Monat für Werkzeuge und die Zeit für Nachrichten und Nachverfolgung. Von der ersten Ansprache bis zur Unterschrift vergehen häufig mehrere Wochen, geprägt von Angebot, Verhandlung und einer Prüfung Ihrer Referenzen.
Rechtliches vor der ersten Kontaktaufnahme
In der Schweiz verlangt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige Zustimmung des Empfängers, auch im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen. Das revidierte Datenschutzgesetz regelt zusätzlich, wie Sie Kontaktdaten erheben und verwenden dürfen. Geben Sie sich klar als Absender zu erkennen und bieten Sie eine einfache Abmeldemöglichkeit an. Beschränken Sie Ihre Liste auf Kontakte mit klarem beruflichem Bezug zu Ihrem Angebot. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln.
Fehler, die eine Auftragslücke verursachen
Eine Nachricht, die nur vom eigenen Portfolio erzählt und den Bedarf des Empfängers ignoriert, bleibt meist unbeantwortet. Akquise in Schüben, nur wenn ein Projekt gerade endet, statt in einem gleichmäßigen Takt, führt zu genau den ruhigen Monaten, die man vermeiden will. Viele Freelancer fassen nach einem Angebot nicht mehr nach, obwohl der Zuschlag oft erst beim zweiten Kontakt gelingt. Und dieselbe Vorlage unverändert an ein Start-up in Zürich und an einen Mittelständler in der Romandie zu schicken, senkt die Antwortquote merklich.
Ihren Wert in einer bestimmten Sprachregion kommunizieren
Ein Angebot, das Ihren Stundensatz in Zürich rechtfertigt, muss in der Romandie oder im Tessin nicht automatisch genauso überzeugen, weil sich Erwartungen an Umfang und Ton je nach Sprachregion unterscheiden können. Wer seine Angebote und Referenzen in der jeweiligen Sprache des Zielunternehmens formuliert, statt eine einzige Vorlage einfach zu übersetzen, wirkt spürbar professioneller. Das zahlt sich gerade dann aus, wenn Sie in einem Markt voller ähnlicher Angebote nicht allein über den Preis, sondern über die Qualität Ihrer Kommunikation überzeugen wollen.
Über einen einzigen Kanton hinaus wachsen
Ein Netzwerk, das sich über Jahre in einem einzigen Kanton aufgebaut hat, bringt in einer anderen Sprachregion oft wenig, selbst wenn die Distanz gering ist, weil sich Geschäftskreise dort kaum überschneiden. Direktansprache in einem Kanton, in dem Sie noch keine Referenzen haben, ist deshalb meist wirkungsvoller als zu hoffen, dass sich Mundpropaganda von selbst über eine Sprachgrenze hinweg verbreitet. Wer diesen zusätzlichen Weg früh einplant, baut sich schneller einen Kundenstamm auf, der nicht von einer einzigen Region abhängt.
Was Kaptor für Sie übernimmt
Kaptor stellt Ihnen passende Zielunternehmen mit echten Kontaktdaten zusammen, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und behalten jede Antwort an einem Ort im Blick. Entdecken Sie auch Neukundenakquise für Agenturen und Freelancer und wie das in Luxemburg funktioniert.