Eine Brasserie in Lausanne beschreibt ihr eigenes Profil auf Französisch, ein Gasthof in Winterthur auf Deutsch, und beide erscheinen trotzdem in derselben Google-Kartenansicht, sobald jemand nach "Restaurant in der Nähe" sucht. Wer in der Schweiz ein Google-Unternehmensprofil führt, muss dabei nicht nur Fotos und Öffnungszeiten pflegen, sondern auch entscheiden, in welcher Sprache oder welchen Sprachen sich das Lokal präsentiert. Ein Betrieb in Genf konkurriert dabei um eine internationale Kundschaft mit anderen Erwartungen als das eher lokal geprägte Publikum in einer Kleinstadt der Deutschschweiz, und diese Unterschiede zeigen sich direkt in der Art, wie ein Profil aufgebaut werden sollte.
Zuerst prüfen, ob der Eintrag schon existiert
Bevor Sie ein neues Profil anlegen, suchen Sie Ihr Restaurant auf Google Maps, denn viele Schweizer Betriebe wurden bereits automatisch erfasst, oft mit unvollständigen Angaben oder einer falschen Kategorie. Beanspruchen Sie diesen bestehenden Eintrag, statt einen zweiten zu erstellen, sonst teilen sich künftige Bewertungen auf zwei Profile auf und schwächen beide.
Die Kategorie und die Sprache Ihres Profils
Wählen Sie eine präzise Hauptkategorie wie Restaurant, Brasserie oder Café, statt der allgemeinsten verfügbaren Option. In der Deutschschweiz erwarten Gäste meist einen deutschen Profiltext, in der Romandie einen französischen, und ein zweisprachiges Profil kann in Städten mit gemischtem Publikum wie Biel sinnvoll sein. Ergänzen Sie Nebenkategorien für Mittagsmenüs oder Take-away, wenn diese Ihr Geschäft tatsächlich ausmachen.
Fotos und Öffnungszeiten, die Vertrauen schaffen
Zeigen Sie echte Aufnahmen von Gastraum, Terrasse und aktuellen Gerichten, denn Schweizer Gäste vergleichen vor einer Entscheidung meist mehrere Adressen sorgfältig. Halten Sie Öffnungszeiten inklusive Feiertagen und saisonaler Anpassungen exakt aktuell, da eine falsche Angabe in einem so sorgfältig geführten Markt schneller aus dem Vertrauen fällt als anderswo.
Konsistenz mit local.ch, search.ch und dem Handelsregister
Viele Gäste prüfen ein Lokal zusätzlich über local.ch oder search.ch, manche werfen vor einer größeren Buchung sogar einen Blick ins Handelsregister über Moneyhouse, um die Seriosität des Betriebs einzuschätzen. Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten müssen dort exakt mit dem Google-Profil übereinstimmen. Eine Abweichung zwischen local.ch und Google fällt in der Schweiz besonders schnell auf, weil Gäste hier häufiger als anderswo mehrere Quellen parallel vergleichen, bevor sie sich entscheiden. Nehmen Sie sich deshalb regelmäßig Zeit, alle drei Quellen nebeneinander zu prüfen, statt sich allein auf eine automatische Übernahme der Daten zu verlassen, die in der Praxis selten zuverlässig funktioniert.
Bewertungen in mehreren Sprachen beantworten
Antworten Sie auf eine Bewertung in derselben Sprache, in der sie geschrieben wurde, ob Deutsch, Französisch oder Italienisch, denn eine automatische Übersetzung wirkt schnell unpersönlich. Reagieren Sie zeitnah und konkret, auch auf kritische Bewertungen, da Sorgfalt und Zuverlässigkeit in der Schweiz besonders viel Gewicht bei der Entscheidung für ein Lokal haben. Eine unbeantwortete Bewertung in der falschen Sprache oder gar keine Antwort wirkt in diesem Markt schnell wie mangelnde Sorgfalt, ein Eindruck, den ein Betrieb nur schwer wieder korrigiert bekommt.
Nachrichten und Reservierungsanfragen zügig beantworten
Ein Betrieb in Genf mit internationaler Laufkundschaft erhält häufiger Anfragen über die Nachrichtenfunktion des Profils als über einen Anruf, gerade von Gästen, die sich in der lokalen Sprache unsicher fühlen. Eine schnelle Antwort innerhalb weniger Stunden entscheidet in einem dichten Markt wie Zürich oft darüber, ob ein Tisch bei Ihnen oder beim Nachbarlokal reserviert wird.
Beiträge nutzen, um zwischen den Sprachregionen sichtbar zu bleiben
Veröffentlichen Sie regelmäßig kurze Beiträge über ein saisonales Menü, einen Themenabend oder eine befristete Aktion, jeweils in der passenden Sprache für die Region, in der Sie werben wollen. Ein Betrieb, der nur auf Deutsch postet, erreicht damit die französischsprachige oder italienischsprachige Kundschaft in der eigenen Stadt gar nicht, selbst wenn diese geografisch nur wenige Straßen entfernt wohnt. Ein Profil mit regelmäßigen, aktuellen Beiträgen wirkt zudem lebendiger als eines, das seit der Eröffnung unverändert geblieben ist, was gerade in einem so sorgfältig geführten Markt wie der Schweiz zusätzliches Vertrauen schafft.
Häufige Fehler und die Rolle von Kaptor
Ein verbreiteter Fehler ist ein Profil nur in einer Sprache, obwohl die Gästeschaft eines Lokals in Basel oder Freiburg tatsächlich zweisprachig ist. Ebenso häufig bleiben Öffnungszeiten nach einer saisonalen Anpassung auf Google aktuell, auf local.ch aber veraltet, was Gäste vor verschlossener Tür stehen lässt. Kaptor gleicht Ihre Angaben über Google, local.ch und die weiteren Schweizer Verzeichnisse ab und verfolgt Anfragen aus der Nachrichtenfunktion nach, unabhängig davon, in welcher Landessprache sie eintreffen. Mehr zum Google-Unternehmensprofil für Restaurants im Hub für Restaurants, zum Nachbarmarkt unter Restaurants in Luxemburg.