Ein Grafikstudio in Basel hat sich lange über zwei grosse Auftraggeber aus der Pharmabranche finanziert, bis einer davon sein Marketing plötzlich intern übernimmt, ohne dass ein einziges Warnsignal vorher erkennbar gewesen wäre. Der Kalender ist dadurch nicht leer, aber spürbar dünner, und genau in diesem Moment zeigt sich, wie wichtig es gewesen wäre, parallel weitere Unternehmen anzusprechen, statt sich auf wenige grosse Kunden zu verlassen.
Abhängigkeit von wenigen grossen Kunden vermeiden
Einen vollen Auftragskalender zu halten, ohne von einem einzigen grossen Kunden abhängig zu sein, ist für Schweizer Agenturen und Freelancer eine zentrale Aufgabe, ebenso wie den eigenen Wert in einem Markt voller ähnlicher Angebote klar zu kommunizieren. Wiederkehrende Aufträge zu sichern statt jedes Projekt einzeln neu zu akquirieren, spart Zeit, die sonst für Angebote draufgeht, ohne dass am Ende ein Auftrag daraus entsteht. Kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene interne Abteilung, wachsende Start-ups und grössere Unternehmen mit punktuellem Bedarf lassen sich über eine gezielte, direkte Ansprache oft zuverlässiger erreichen als über reines Networking an Fachveranstaltungen. Ein Start-up in der Wachstumsphase entscheidet dabei häufig schneller als ein etabliertes Industrieunternehmen, das mehrere Angebote parallel prüft, bevor überhaupt eine Antwort erfolgt.
Was Schweizer Auftraggeber vor der Antwort prüfen
| Verzeichnis | Nutzen für Agenturen und Freelancer |
|---|---|
| Google-Unternehmensprofil | Schafft auch für ein kleines Studio schnelle Glaubwürdigkeit bei einer ersten Suche. |
| local.ch | Meistgenutztes Schweizer Verzeichnis, über das ein Auftraggeber ein Studio zusätzlich prüft. |
| search.ch | Firmen- und Adresssuche für die ganze Schweiz, auch abseits der grossen Städte. |
| Moneyhouse | Handelsregisterdaten, die ein potenzieller Kunde vor einem grösseren Auftrag oft prüft. |
| HELP.CH Firmenverzeichnis | Firmenverzeichnis mit Handelsregisterdaten und kostenlosem Basiseintrag. |
Schweizer Auftraggeber recherchieren gründlich, bevor sie eine Agentur oder einen Freelancer beauftragen, und ein Blick ins Handelsregister über Moneyhouse gehört bei einem grösseren Projekt oft dazu, bevor überhaupt eine Antwort auf eine Kaltakquise-Nachricht erfolgt. Der Schweizer Markt ist mehrsprachig und regional geprägt, und ein Studio aus Basel braucht für einen Kunden in der Romandie oft eine andere sprachliche Ansprache als für einen in Zürich.
Eine Ansprache mit klarem beruflichem Bezug
Grenzen Sie zunächst ein, welches Unternehmensprofil, welche Branche und welche Grösse Sie tatsächlich ansprechen wollen, statt eine allgemeine Liste abzuarbeiten. Ein Industrieunternehmen mit eigener Marketingabteilung braucht eine andere Nachricht als ein junges Start-up, das gerade erst seine erste Kampagne plant. Finden Sie die zuständige Person heraus, statt eine allgemeine Kontaktadresse zu verwenden, und stellen Sie in der Nachricht den Bedarf des Empfängers in den Mittelpunkt statt der eigenen Referenzliste. Ein verbreiteter Fehler ist, ein und dieselbe Vorlage an ein Start-up und an ein etabliertes Industrieunternehmen gleichermassen zu verschicken, obwohl beide völlig unterschiedlich entscheiden. Bieten Sie eine einfache Abmeldung an und haken Sie nach ein bis zwei Wochen einmal höflich nach.
Budget in Franken und die Zeit bis zur Unterschrift
Rechnen Sie mit einigen hundert Franken im Monat für eine regelmäßige Vorgehensweise, Werkzeuge und eventuelle lokale Werbung eingeschlossen. Von der ersten Anfrage bis zur Unterschrift vergehen häufig mehrere Wochen, geprägt von Angebot, Verhandlung und Referenzprüfung, weshalb sich eine Kampagne erst über mehrere parallel geführte Gespräche auszahlt und nicht nach einer einzelnen Antwort beurteilt werden sollte.
Zustimmung nach UWG und Sorgfalt nach revDSG
In der Schweiz verlangt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige Zustimmung des Empfängers, auch im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen. Das revidierte Datenschutzgesetz regelt zusätzlich, wie Sie Kontaktdaten erheben und verwenden dürfen, was für eine Agentur bedeutet, Adressen mit erkennbarem beruflichem Bezug zu sammeln statt eine fertige Liste ungeprüft zu übernehmen. Geben Sie sich als Absender klar zu erkennen und bieten Sie eine einfache Abmeldemöglichkeit an, die Sie sofort umsetzen. Prüfen Sie vor dem Versand die aktuell geltenden Regeln.
Was Kaptor für Ihre Agentur übernimmt
Kaptor stellt Ihnen eine Liste passender Zielunternehmen mit dem tatsächlichen Ansprechpartner zusammen, Sie schreiben aus Ihrem eigenen Postfach und behalten jede Antwort an einem Ort im Blick, statt sie zwischen mehreren Tools, Tabellen und alten Notizen zu verlieren. Mehr zur Vorgehensweise finden Sie unter regelkonforme Kaltakquise für Agenturen und Freelancer, und für einen benachbarten Markt mit eigener Rechtslage unter regelkonforme Kaltakquise für Agenturen und Freelancer in Luxemburg.