Die Beschaffungsabteilung eines größeren Unternehmens in Zürich prüft bei jedem neuen Lieferanten, unabhängig von der Größe des Auftrags, routinemäßig Moneyhouse, bevor überhaupt ein Rahmenvertrag verhandelt wird, weil interne Compliance-Vorgaben eine Prüfung des Handelsregisters vorschreiben, unabhängig davon, wie überzeugend das Angebot sonst wirkt. Für B2B-Dienstleister in der Schweiz entscheidet sich die Aufnahme in den Kreis möglicher Lieferanten oft an dieser formellen Hürde, lange bevor Preis oder Leistung überhaupt verhandelt werden. Ein Unternehmen, das an dieser Stelle unvollständig wirkt, verliert den Rahmenvertrag, ohne es je zu erfahren.
Moneyhouse, local.ch und search.ch für B2B-Dienstleister
Bei einem Rahmenvertrag prüft eine Beschaffungsabteilung selten nur eine einzige Quelle, sondern gleicht mehrere Profile gegeneinander ab, bevor sie einen Lieferanten überhaupt zulässt.
| Verzeichnis | Link | Notiz | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Moneyhouse | moneyhouse.ch | Handelsregister- und Firmendaten, viel konsultiert für die Glaubwürdigkeitsprüfung. | Beschaffungsabteilungen, die einen Lieferanten formell prüfen. |
| local.ch | local.ch | Meistgenutztes Schweizer Verzeichnis für lokale Unternehmen. | Kleinere Unternehmen mit regionalem Suchverhalten. |
| search.ch | search.ch | Verzeichnis mit Firmen-, Telefon- und Adresssuche für die ganze Schweiz. | Schnelle Kontaktaufnahme über Telefon oder Adresse. |
| HELP.CH Firmenverzeichnis | help.ch/firma | Firmenverzeichnis mit Handelsregisterdaten und kostenlosem Basiseintrag. | Ergänzender kostenloser Eintrag mit Registerdaten. |
| Google-Unternehmensprofil | google.com/business | Sichtbarkeit auf Google Maps und in der lokalen Suche, mit Bewertungen. | Lokale Sichtbarkeit und persönliche Termine. |
Für B2B-Dienstleister ist Moneyhouse in der Schweiz der entscheidende Vertrauensanker, weit vor local.ch oder search.ch, die eher die grundlegende Auffindbarkeit sichern. Ein Unternehmen, das größere Firmenkunden gewinnen will, sollte deshalb besonders viel Sorgfalt auf einen vollständigen Moneyhouse-Eintrag legen. Bauen Sie Ihre Präsenz deshalb schrittweise auf: zuerst Moneyhouse für die formelle Prüfung, danach local.ch für die tägliche Sichtbarkeit.
Ein Eintrag, der eine Compliance-Prüfung übersteht
Ein Rahmenvertrag ist für viele Unternehmen der Einstieg in eine langfristige Kundenbeziehung, entsprechend gründlich fällt die Compliance-Prüfung im Vorfeld aus. Eine Beschaffungsabteilung, die drei Anbieter parallel prüft, entscheidet oft schon anhand des Moneyhouse- und local.ch-Profils, wen sie überhaupt zu einem Gespräch einlädt. Hinterlegen Sie auf Moneyhouse die korrekte Rechtsform, das Gründungsdatum und, wenn möglich, die Geschäftsführung, denn eine Beschaffungsabteilung vergleicht diese Angaben direkt mit dem Handelsregisterauszug. Ergänzen Sie auf local.ch eine klare Beschreibung Ihrer Spezialisierung mit ein bis zwei anonymisierten Referenzprojekten. Bieten Sie, wenn Sie in mehreren Sprachregionen tätig sind, eine mehrsprachige Beschreibung an. Ergänzen Sie außerdem, mit welchen Branchen Sie bereits zusammengearbeitet haben, denn genau das entscheidet oft, ob eine Beschaffungsabteilung Sie überhaupt in Betracht zieht.
Warum Handelsregisterdaten und Website übereinstimmen müssen
Legen Sie sich eine einzige interne Referenz für Firmenname, Adresse und Rechtsform an, die Sie nach jeder Änderung konsequent an allen Stellen nachtragen. Wenn Ihre auf Moneyhouse hinterlegte Adresse nicht mehr mit dem tatsächlichen Firmensitz übereinstimmt, wirkt das bei einer Compliance-Prüfung wie ein Warnsignal, selbst wenn Ihre Leistung einwandfrei ist. Aktualisieren Sie Firmenname, Rechtsform und Adresse gleichzeitig im Handelsregister, auf local.ch und auf Ihrer Website, sobald sich etwas ändert, statt sich auf eine automatische Übernahme zu verlassen, die es zwischen diesen Systemen nicht gibt.
Fehler, die in der Schweiz besonders schwer wiegen
Ein Unternehmen bemerkt selten sofort, wie viele Rahmenverträge es durch nachlässig gepflegte Verzeichnisse tatsächlich verliert, weil eine ablehnende Beschaffungsabteilung selten eine Begründung mitteilt. Ein Unternehmen verliert selten durch einen einzigen Fehler auf einen Schlag Rahmenverträge, sondern eher durch eine Reihe kleiner Nachlässigkeiten, die sich über mehrere Verzeichnisse summieren. Ein häufiger Fehler ist ein Moneyhouse-Eintrag mit veralteter Adresse, während lokale Profile längst aktualisiert wurden, was bei einer sorgfältigen Prüfung sofort auffällt. Ebenso riskant: ein local.ch-Profil ohne jede Referenz oder Spezialisierung, wodurch das Unternehmen neben spezialisierteren Anbietern untergeht. Manche Dienstleister verlassen sich zudem allein auf bestehende Kundenbeziehungen und pflegen ihre öffentlichen Profile kaum noch. Ein letzter Fehler: veraltete Referenzprojekte, die längst durch neuere, passendere Projekte ersetzt werden könnten.
Budget für die laufende Pflege
Rechnen Sie mit einigen hundert Franken im Monat für eine regelmäßige Pflege dieser Profile. Ein Teil davon sollte gezielt für die Kontrolle reserviert sein, ob Ihre lokalen Profile noch mit dem tatsächlichen Handelsregisterstand übereinstimmen.
Was Kaptor für Sie übernimmt
Kaptor trägt Ihr Unternehmen in local.ch und search.ch ein, gleicht die Angaben mit Ihrem Handelsregistereintrag ab und weist Sie auf Abweichungen hin, bevor eine Beschaffungsabteilung sie bemerkt. Mehr dazu im Hub für B2B-Dienstleister, einen Vergleich mit dem Nachbarmarkt unter B2B-Dienstleister in Österreich.